Mobiles Beten: Netzwerk will über WhatsApp junge Christen erreichen

Eine Hilfestellung für jugendliche Christen gibt das Gebetsnetzwerk "einfach gemeinsam beten" jetzt via Whatsapp. Foto: Janina Funk

Augsburg - Gelungene Aktion der katholischen Kirche oder skurriler Modernisierungsversuch? Seit Kurzem gibt es ein neues Gebetsnetzwerk mit dem Namen "einfach gemeinsam beten". Die Initiative will jungen Christen im gesamten deutschsprachigen Raum eine Hilfestellung für ihr persönliches Gebetsleben bieten und sie dabei untereinander vernetzen. Dazu werden täglich Gebetsimpulse über das soziale Netzwerk "Whats App" an Jugendliche verschickt. Der erste Impuls stammt von dem Augsburger Weihbischof Florian Wörner.

"Ich freue mich sehr über diese Initiative, weil sie jungen Leuten eine Hilfe an die Hand gibt, ein kontinuierliches Gebetsleben aufzubauen", sagt Wörner.

Den Anstoß zu dem Projekt hat der Weltjugendtag in Krakau 2016 gegeben: Die dortigen Impulse und Rückmeldungen der Jugendlichen sowie ihre Suche nach einem echten christlichen Leben hätten den Passionistenfrater Dominikus Hartmann und den Weißenhorner Jugendpfarrer Daniel Rietzler schrittweise zu dieser Initiative inspiriert. Beide staunen über die Resonanz des Projekts: "Mittlerweile haben sich bereits über 50 WhatsApp-Gruppen mit rund 1000 Jugendlichen gebildet."

Neben der virtuellen Vernetzung sind auch regelmäßige Treffen ein wichtiger Bestandteil des Projektes. Daher sind die jugendlichen Beter in regionale WhatsApp-Gruppen eingeteilt, die jeweils von einem "Netzwerker" verwaltet werden.

"Unser Ziel ist es, die Jugendlichen ins Beten einzuführen und ihnen zu zeigen, dass das Gebet etwas ist, das unseren ganzen Alltag durchdringt", so Rietzler.

Die Jugendlichen sollen sich pro Tag 15 Minuten Zeit nehmen für Gott. Der Hauptbestandteil sei die morgendliche Gebetszeit. Sie beginnt mit einem fest formulierten Gebet, das die Jugendlichen verinnerlichen sollen. Der zweiminütige Audio-Impuls soll sie anschließend zum persönlichen Gebet inspirieren. Nach der Bitte um den Segen für den Tag endet die morgendliche Gebetszeit mit dem Kreuzzeichen. "Am Abend sollen die Jugendlichen drei Minuten innehalten, um zur Ruhe zu kommen und im Gebet auf den Tag zurückblicken", erläutert der Jugendpfarrer.

Wer sich einer WhatsApp-Gruppe anschließen will kann sich per E-Mail an daniel.rietzler@bistum-augsburg.de oder per WhatsApp-Nachricht an 0176/87 20 28 38 wenden.
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