Mobiles Internet beliebt wie nie zuvor

Erneut wurden die Mobilfunktfrequenzen für mobiles Internet versteigert und für insgesamt 5,1 Milliarden Euro höchstbietend verkauft. Damit stieg der Erlös im Vergleich zur letzten Auktion vor fünf Jahren um 700 Millionen Euro. Symbolbild: ©rangizzz / 123rf.de

Erneut wurden die Mobilfunktfrequenzen für mobiles Internet versteigert und für insgesamt 5,1 Milliarden Euro höchstbietend verkauft. Damit stieg der Erlös im Vergleich zur letzten Auktion vor fünf Jahren um 700 Millionen Euro.

Die Rechte für die schnellsten und begehrtesten Frequenzen liegen beim deutschen Staat, der diese in regelmäßigen Abständen für einen gewissen Zeitraum an den Bieter mit dem höchsten Gebot lizenziert. Diese Zahlen zeigen erneut, wie wichtig mobiles Internet auf dem deutschen Markt geworden ist. Und diese Bedeutung wird in den folgenden Jahren noch weiter steigen. Bis 2018 sollen 58 Millionen Menschen in Deutschland das mobile Internet nutzen. Die Zahl hätte sich damit innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt.

Rasantes Wachstum


Da immer mehr Geräte – Smartphones, Tablets, Armbanduhren und sogar Kühlschränke – an das mobile Datennetzwerk angeschlossen werden, bemühen sich die Anbieter zunehmend um stärkere und stabilere Netze. Mit der steigenden Zahl an Geräten steigt auch das Datenvolumen der Verbraucher rasant an. Seit 2009 hat sich der mobile Datenverbrauch eines Nutzers von monatlich 27 auf 283 Megabyte erhöht und somit innerhalb von 5 Jahren verzehnfacht.

Erste Anbieter reagieren bereits auf den Anstieg im Datenverbrauch und bieten spezielle Angebote für Vielsurfer an. 1&1 bietet beispielsweise mit seiner Notebook-Flat verschiedene Tarife für mobiles Internet, die wahlweise zwischen einem und zehn Gigabyte Datenvolumen beinhalten. Auch andere Anbieter folgen diesem Trend und passen sich damit den neuen Surfgewohnheiten deutscher Nutzer an.

Höher, schneller, weiter – Zukunftsmusik


In Zukunft können sich Mobilfunknutzer über noch günstigere Tarife freuen. Denn wie der Chiphersteller "Qualcomm" kürzlich mitteilte, arbeitet das Unternehmen an einem neuen Mobilfunkstandard. Dieser soll das Problem der immer weiter wachsenden Mobilfunknutzung lösen, indem ein alternatives Funkprotokoll verwendet wird. Anstatt auf die heutigen Mobilfunkfrequenzen zurückzugreifen, soll eine Technologie verwendet werden, die dem WLAN-Protokoll sehr ähnlich ist und damit eine erheblich höhere Datenübertragung erlaube. Bis diese Technik allerdings serienreif ist, wird noch einige Zeit vergehen.

von pm
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