Neubaugebiet: Pläne für Friedberg-Süd sollen schnell fertig sein

Die Rahmenplanung für die Neubaugebiete in Friedberg-Süd soll nun durch eine Architektengruppe fortgeführt werden.

Um die Bürger am Planungsprozess in Friedberg-Süd zu beteiligen, fand schon Anfang 2014 eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Grundstückseigentümer statt. Ebenso wurde ein offenes Bürgerforum durchgeführt. Eine vom Stadtrat eingesetzte Lenkungsgruppe legte schließlich auf Grundlage der Ergebnisse dieses Bürgerbeteiligungsprozesses die Leitlinien und Ziele für die künftige Entwicklung fest.

Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Friedberg-Süd, bestehend aus den Landschaftsarchitektinnen Verena Höhberger und Angelika Lai sowie den Architekten Wolfgang Rockelmann und Harald Tiefenbacher, bot an, die weitere Planung zu übernehmen und legte dem Baureferat ein Honorarangebot vor. Der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Friedberg stimmte in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag zu, die ARGE Friedberg-Süd für die künftige Rahmenplanung zu beauftragen. Die Architekten sollen der Lenkungsgruppe baldmöglichst ein Konzept vorlegen, das im Anschluss auf einer erneuten Bürgerveranstaltung vorgestellt werden soll.

Roland Fuchs (SPD) hielt es für wichtig, die Eigentümer zu informieren, bevor konkrete Pläne vorlägen, damit diese sich nicht übergangen fühlten. Dem schloss sich Richard Scharold (CSU) an. Bürgermeister Roland Eichmann widersprach, dass es ohne ein Konzept keine Grundlage für Diskussionen mit den Eigentümern geben könne. "Wir wollen den Eigentümern die Rahmenplanung vorstellen, damit sie nicht nur wissen, dass etwas passieren soll, sondern auch was", sagte er.

Jakob Eichele (Freie Wähler) gab an, dass für seine Fraktion die Anbindung an die Südumgehung oberste Priorität habe. "Bevor das nächste Baugebiet kommt, muss das geklärt sein", forderte er.

Da die Grundstücksflächen planmäßig nach Süden über die Linie der 110-KV-Hochspannungsleitung erweitert werden sollen, die mittlerweile abgebaut wurde, wird eine Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes erforderlich. Auch hierfür lag ein Angebot der ARGE Friedberg-Süd vor, das jedoch, nach Ansicht des Baureferats, einen unverhältnismäßig hohen Kostenaufwand beinhaltete. "Die Änderung des Flächennutzungsplanes kann nicht so viel Geld kosten, weil alle Änderungen schon in der Rahmenplanung besprochen werden", gab Baureferent Haupt an. Der Umwelt- und Planungsausschuss stimmte nun für ein alternatives Angebot des Planungsbüros Brugger, Aichach, das deutlich unter dem der ARGE liegt.
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