Neue Behandlungsmethoden am Augsburger Klinikum

Mit der innovativen Behandlungsmethode "Rhenium PTA" geht das Klinikum Augsburg gemeinsam mit der AOK Bayern, der ITG Isotope Technologies Garching GmbH sowie drei weiteren bayerischen Krankenhäusern neue Wege, um die Versorgungsqualität für Patienten mit erneuten Gefäßerkrankungen zu verbessern.

Den Patienten soll ein hochwirksames und schonendes Behandlungsverfahren als Alternative zu einer konventionellen Behandlung angeboten werden. Im Rahmen eines Modellprojektes wird das innovative Behandlungsverfahren "Rhenium PTA" im Klinikum Augsburg angewendet.

Die neuartige Methode soll helfen, Patienten, die nach einer bereits erfolgten Behandlung erneut an Gefäßengpässen oder -verschlüssen leiden, bestmöglich zu behandeln und Amputationen zu vermeiden. Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie am Klinikum Augsburg, ist sich sicher: "Unsere Ärzte arbeiten Hand in Hand mit externen Spezialisten zusammen, um unseren Patienten eine bestmögliche Gesundheitsversorgung anbieten zu können."

Am Klinikum Augsburg sind die Klinik für Gefäßchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Professor Klaus-Dieter Wölfle, die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie unter der Leitung von Chefarzt Thomas Kröncke und die Klinik für Nuklearmedizin unter der Leitung von Professor Joachim Sciuk an diesem interdisziplinären Modellprojekt beteiligt und führen die Behandlungsmethode "Rhenium PTA" durch. Sie sind sich einig: "Die Behandlung unserer Patienten wird sich deutlich verbessern, denn sie kann nun noch schonender durchgeführt werden." Das Modellprojekt wird in den kommenden vier Jahren durch die Universität Regensburg wissenschaftlich begleitet.

Bei der neuen Behandlungsmethode "Rhenium PTA" werden die Gefäßverengungen und -verschlüsse zunächst mit einem konventionellen Ballonkatheter aufgedehnt. Danach wird ein mit flüssiger Rhenium-188-Lösung gefüllter Ballonkatheter in das verengte Gefäß eingeführt. Es wird bereits sehr erfolgreich in der Behandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen und Krebserkrankungen eingesetzt. Die Bestrahlung dauert ungefähr zehn Minuten. Nach der Bestrahlung wird der Ballonkatheter entfernt und der Patient wird routinemäßig weiterbehandelt.

Informationen erhalten Betroffene und Versicherte bei der AOK Bayern in Augsburg oder im Klinikum Augsburg. Erste Anlaufstelle für Patienten mit Gefäßerkrankungen ist die Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Augsburg.
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