Neue Energie mit der 5-Elemente-Ernährung

Die chinesische Ernährungslehre ist weit über 3000 Jahre alt und geht Hand in Hand mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Symbolbild: © koufax73 / 123rf.de

Wer in der langen Winterzeit durch mangelnde Bewegung und vermehrtes Essen träge geworden ist, kann mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung wieder in Schwung kommen. Die 5-Elemente-Ernährung ist dazu hervorragend geeignet. Es geht bei ihr nicht darum abzunehmen. Sie basiert auf der traditionellen chinesischen Ernährungsweise und soll dem Körper neue Energie schenken.

Die chinesische Ernährungslehre ist weit über 3000 Jahre alt und geht Hand in Hand mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Der Auffassung der Chinesen nach kommt jeder Mensch mit einer bestimmten Energiereserve (Qi) auf die Welt. Die Energie fließt, wenn Lebenssaft und Lebenskraft (Yin und Yang) im Einklang miteinander sind.

So fließt die Energie


Es gibt zwei Möglichkeiten, die Energie zum Fließen zu bringen. Erstens durch die Atmung und zweitens über die Ernährung. Eine Ernährungsweise, welche dem Körper Energie zuführt, richtet sich nach den 5 Elementen: Holz, Feuer, Erde, Wasser und Metall. Nach dem Verständnis der chinesischen Gelehrten lassen sich alle Dinge zwischen Himmel und Erde nach dem Prinzip der 5 Elemente einteilen. Diese Lehre beeinflusst die gesamte Denkweise der Chinesen und so auch das chinesische Horoskop.

Den fünf Elementen sind fünf Geschmacksrichtungen zugeordnet:
Wasser: Salzige Lebensmittel wie Fisch, Hülsenfrüchte, Oliven, Wasser und Salz
Holz: Saure Lebensmittel wie Orangen, Essig, Tomaten, Weizen und Huhn
Feuer: Bittere Lebensmittel wie Rote Bete, Rucola, Roggen und Schafskäse
Erde: Süße Lebensmittel wie Kartoffeln, Mais, Butter, Eier und Rindfleisch
Metall: Scharfe Lebensmittel wie Zwiebeln, Senf und Gans

Eine ausgewogene Ernährung beinhaltet alle 5 Elemente und Geschmacksrichtungen. Keine Geschmacksrichtung sollte über längere Zeit überbetont oder ausgelassen werden, da sonst der Körper aus dem Gleichgewicht gerät. Je frischer die Nahrung ist, desto mehr Energie enthält sie. Gekochte Speisen haben daher den Vorrang vor Fertiggerichten und Fast Food.

Warm oder kalt?


Die Ernährung nach den 5 Elementen unterscheidet zudem die Speisen nach ihrem jeweiligen energetischen Gehalt. Warme Speisen führen dem Körper vermehrt Yang zu, kalte Speisen hingegen mehr Yin. Mit kalt oder warm ist dabei jedoch nicht unbedingt die Temperatur der Speisen gemeint. Wer schnell friert, hat ein Yang-Defizit. Wem es schnell zu heiß wird, dem fehlt Yin. Unausgeglichene Menschen können durch die Einnahme entsprechender Speisen ihr Gleichgewicht wieder herstellen.

Das klingt alles zunächst recht kompliziert, doch wer sich ein wenig mit der Materie befasst, wird keine Schwierigkeiten haben, diese ganzheitliche Ernährungsweise in der Küche umzusetzen. Wer sich mehr über die Ernährung nach den 5 Elementen informieren möchte, kann am 15. April 2015 einen Vortrag in der VHS Augsburg besuchen.

von pm
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