Neue Heimat für die Stadtfarm

Die beiden Betreiber der CityFarm, Illdikó Reményi und Benjamin Vogt, können ihr Projekt auf einem neuen Gelände am Gablinger Weg fortsetzen. Foto: privat

"Jetzt haben wir sogar viel mehr Platz als zuvor", freuen sich Ildikó Reményi und Benjamin Vogt. Die beiden Betreiber der CityFarm haben fast ein Jahr lang nach einem neuen Standort für ihr Konzept gesucht und sind nunmehr im letzten Moment endlich fündig geworden.

"Unsere CityFarm ist ein offener Garten für Kleine und Große aus der Stadt", erklären die beiden ihr Konzept. Die studierte Geographin und der angehende Hauptschullehrer betreiben den von der Projektgruppe im Transition Town Augsburg e. V. gegründeten Garten, der seit 2012 Stadtmenschen den Umgang und das Wissen über die Fauna näher bringen soll. "Vor allem Kinder brauchen einen Bewegungs- und Entdeckungsfreiraum im Grünen, der ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Stärken zu entdecken und über Naturerfahrungen Selbstbewusstsein zu tanken", erklären die beiden Betreiber.

In den vergangenen Monaten waren die Initiatoren nunmehr jedoch statt mit Gartenarbeit mit der Suche nach einem neuen geeigneten Grundstück beschäftigt. Die bisherige Fläche von rund 600 Quadratmetern in der Schönbachstraße in Oberhausen wurde vom Besitzer aufgrund Eigenbedarfs gekündigt. Spätestens im Februar 2015 muss das Grundstück geräumt sein. Doch die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht. Der gemeinnützige Verein kann monatlich nicht mehr als 100 Euro Pacht aufbringen. "Zum Glück haben wir an einigen Stellen Unterstützer sitzen, die für uns kämpfen und nicht wollen, dass das CityFarm-Projekt in Ermangelung einer Fläche beendet werden muss."

Einer dieser Unterstützer ist die Stadt Augsburg, die bei der Suche mithalf. Bei einem Treffen mit Vertretern verschiedenster Ämter vor Ort kam dann auch die rettende Idee. So kann die neue CityFarm - unweit ihres alten Standorts - in Oberhausen Nord Nahe der Grenze zum Bärenkeller entstehen.

"Bisher hatten wir rund 600 Quadratmeter, zukünftig werden es 1500 Quadratmeter sein", freut sich das Duo. Zwar kann das neue Grundstück aufgrund von Altlasten nicht sofort genutzt werden, doch können sich die beiden Betreiber mit einer Übergangslösung behelfen. Erste Arbeiten auf dem neuen Areal sind bereits erledigt. "Da gab es jede Menge zu tun." Jetzt geht es an die finalen Arbeiten. Bis Ende Januar soll neue Erde auf dem Areal aufgebracht werden, dann möchten die beiden Naturliebhaber dort mit Hochbeeten und einem größeren Garten ans Werk gehen.

Außerdem planen Reményi und Vogt, auf dem Gelände auch Bäume zu pflanzen. Das im Zuge der Fahrradstadt 2020 auch noch ein Radweg beim Gablinger Weg entstehen soll, ist das verdiente "Schmankerl" für die geduldige Suche nach einem, neuen Grundstück für ihren Bildungsgarten.

Für die neue CityFarm am Gablinger Weg können sich die Betreiber auch vorstellen, dass mehr Menschen hinzukommen, die helfen, die neue, große Fläche entsprechend zu bewirtschaften. Die Lösung kam kurz vor Schluss. Ab Februar hätte man sonst Schwierigkeiten gehabt, die vielen alten oder seltenen Pflanzen- und Gemüsesorten entsprechend unterzubringen. Auch für die acht Hühner und 14 Kaninchen bietet das neue Gelände am Gablinger Weg ein perfektes Zuhause.
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