Neues Konzept für die Kresslesmühle

Die Kresslesmühle ist eine Einzigartigkeit in Augsburg. Die Stadt hat nun die Leitung übernommen und will das Konzept der Kresslesmühle überarbeiten - zurück zur Tradition. Foto: Jessica Kuska

Die Stadt übernimmt die Kresslesmühle. Das steht jetzt fest. Auch das Konzept der Mühle soll überarbeitet werden. Die Stadt will an die ursprüngliche Tradition des fast 40 Jahre alten Bürgerhauses anknüpfen.

Schwere Zeiten liegen hinter der Kresslesmühle. Nachdem die beiden ehemaligen Geschäftsführer Hans Ruile und Bert Schindlmayr vor zwei Jahren in den Ruhestand gegangen sind, übernahm Gabriele Spiller den Chefposten. Dieser Wechsel war aber nicht von Dauer, denn schon nach einem Jahr gab die neue Geschäftsführerin auf. Sie unterschätzte wohl die enorme Arbeitslast, die auf sie zukommen würde - Konzerte, Auftritte, Festivals, Gastronomie, die Interkulturelle Akademie, das Kinderhaus Kolibri und nicht zuletzt die Kabarett-Tage sowie den Kabarett-Herbst.

Seitdem hat das Haus keinen festen Geschäftsführer mehr. Die Stadt hat sich nun bereiterklärt die Leitung des Hauses zu übernehmen und das Konzept völlig umzukrempeln.

Die Gastronomie soll dabei wieder in den Vordergrund rücken. Ein neuer Pächter sei schon gefunden. Neben vielen Veranstaltungen soll die Kresslesmühle auch wieder mehr zu einem Ort der Begegnung werden. Ebenso sollen die städtischen Beiräte dort die Möglichkeit haben, sich zu treffen. Kabarett-Auftritte beschränken sich künftig auf 70 bis 80 pro Jahr. Kleinkunst und andere interkulturelle Gruppen sollen in Zukunft mehr Platz bekommen. Sowohl Profis als auch Laien sind willkommen, wobei natürlich ein gewisses Niveau erhalten bleiben soll. Die Kinderbetreuung Kolibri wird der Kresslesmühle weiterhin erhalten bleiben.

Trotz der Übernahme durch die Stadt, soll der Charme der Kresslesmühle erhalten bleiben und das Programm außerdem nicht komplett geändert werden - vielmehr will die Stadt wieder an die alte Tradition des 40 Jahre alten Hauses anknüpfen.

Die Leitung wird in das städtische Büro für Migration integriert. Des Weiteren wolle die Stadt nach der kompletten Übernahme des ehemals unabhängigen Hauses auch in die Sanierung des Gebäudes investieren. Neben dem Brandschutz im Veranstaltungsraum sollen auch die Toiletten erneuert werden. Das Bürgerhaus ohne Chefposten zu belassen, sei nicht möglich. Die Übergabe an die Stadt erschien deshalb als die beste Möglichkeit.
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