Noch nicht ganz flügge

Junge Amsel auf Erkundungstour am Boden (Foto: Daniel Bleyenberg/pixelio.de)

Vogelschutz / Tierschutzverein berät und hilft beim Umgang mit jungen Wildvögeln


Augsburg. Zurzeit fiept und tschiept es überall in Gärten und Parks – Jungvögel halten ihre Eltern mit lautstarken Forderungen nach Futter auf Trab. Nicht immer sitzt der Vogelnachwuchs dabei noch im Nest.

„Nestflüchter wie Enten, Eulen, Kiebitze oder Amseln verlassen ihren Brutplatz, bevor sie fliegen können.“ erklärt Sabina Gaßner, Geschäftsführerin des Tierschutzvereins Augsburg. „Sie sitzen dann im halbhohen Geäst oder auf dem Boden. Menschen halten diese vermeintlich verlassenen, noch nicht voll befiederten Jungtiere häufig für hilflos und wollen sie retten.“ Tatsächlich bleiben die Kleinen durch Standortlaute in Kontakt mit den Altvögeln, die sie weiterhin versorgen.

Der Tierschutzverein rät, junge Wildvögel möglichst in Ruhe zu lassen und sie höchstens von Straßen oder ungeschützten Freiflächen in ein nahes Gebüsch in relative Sicherheit zu bringen. „Wer ganz sicher gehen will, sollte die Jungtiere etwa ein bis zwei Stunden aus größerer Entfernung beobachten.“ empfiehlt Gaßner. „Wenn dann immer noch Hilfe nötig scheint, rufen Sie am besten bei uns im Tierheim an. Gemeinsam mit erfahrenen Fachleuten und Tierärzten helfen wir gern und tiergerecht.“ (es)

Tierheim Augsburg, Holzbachstr. 4c, Tel. 08 21/455 290-0, Telefonzeiten Mo – Fr 9 – 16 Uhr, www.tierheim-augsburg.de

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.