Pläne für Augsburger Zentrum: Wie City-Galerie, nur ohne Dach

Eine neues Gesamtkonzept soll die Augsburger Innenstadt wieder zu einem attraktiveren Einkaufsziel machen. Foto: Dimitrios Pazaitis

Die Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) stellte im Rahmen des "projekt augsburg city" ihre Ideen zur Aufwertung der Augsburger Innenstadt vor. Der Schwerpunkt des Programms zielt vor allem auf eine zentrale Steuerung der Angebote in den Bereichen Handel, Service und Veranstaltungen.

Marcus Vorwohlt, Vorstandsmitglied der Regionalversammlung Augsburg-Stadt, nimmt bei der Umsetzung der Ideen zu allererst einmal die eigenen Mitglieder in die Pflicht. Dazu appelliert er an die verschiedenen Händler, enger zusammenzuarbeiten. Wenn es nach ihm ginge, müsste die Innenstadt was Angebote, Händler und Öffnungszeiten anbelangt, "wie ein Einkaufszentrum nach dem Vorbild der City-Galerie geführt werden". Eine weitere Idee ist ein innenstadtweit gültiger Geschenkgutschein. Damit sollen Augsburgs Umlandbevölkerung, Touristen und Pendler als Kunden gewonnen werden und so die rückläufige Besucherfrequenz in der Innenstadt gestoppt werden. Das würde auch Augsburgs Anspruch als Zentrum der Region Rechnung tragen.

"Einkaufen in der Stadt wird niemals so bequem sein, wie von zu Hause vom Sofa aus per Mausklick. Darum müssen die Beteiligten dafür sorgen, dass das Einkaufen in der Stadt so bequem und attraktiv wie möglich wird", so André Köhn von der IHK-Schwaben. Voraussetzung dafür seien die unkomplizierte Erreichbarkeit der Geschäfte und die gleichberechtigte Förderung aller Verkehrsmittel. Dringend verbessert werden muss die Parksituation für Autofahrer, dazu kommt als erster Schritt das Parkleitsystem mit den Schildern zurück. Ziel ist der Aufbau eines intelligenten Parkleitsystems, das mit den neuen Medien wie Smartphones genutzt werden kann. Ausbaufähig sind auch die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Innenstadt. "Die derzeitige Zahl der Radständer sind einer Stadt, die Fahrradstadt sein will, nicht würdig", so Vorwohlt.

Die Stadt Augsburg hat mit der römischen Geschichte, der Fuggerei, der Puppenkiste, dem AEV und dem FCA sowie zahlreichen kulturellen Angeboten viel zu bieten. Aber auch im Bereich der Attraktivität und der Identifikation mit der Stadt gäbe es noch Verbesserungspotenzial. Ein Schlüssel dazu seien die Stadtfeste oder aber so banale Kleinigkeiten wie eine einheitliche Beleuchtung der Innenstadt. Dafür müssten die lokalen Strukturen wie Regio Augsburg Tourismus, Stadtmarketing, City Initiative Augsburg, der Gewerbebeirat und die Politik viel enger zusammen und weniger nebeneinander arbeiten.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.