Positive Erwartungen in der Metall- und Elektroindustrie

Augsburg - Die Unternehmen der schwäbischen Metall- und Elektro-Industrie (M+E) bewerten die aktuelle konjunkturelle Lage insgesamt als gut. Im Vergleich zur Umfrage vor einem halben Jahr hat sich die Stimmung verbessert.

Sowohl das Inlandsgeschäft als auch das Auslandsgeschäft bezeichneten mehr als 44 Prozent der befragten M+E Unternehmen in der Region als gut. Rund 17 Prozent bewerteten die Lage im Inland, 13 Prozent die im Ausland als schlecht.

Im Vergleich zu den Werten der jüngsten Umfrage ist die Einschätzung insgesamt aber positiver ausgefallen, in Bezug auf den Export sogar deutlich. Allerdings bereiten die großen Unsicherheiten durch globale Risiken den Unternehmen Sorge. "Die Exporterwartung hat sich verschlechtert", erklärt Jürgen Weiß, Vorsitzender des Vorstands der bayme vbm Region NordWest Schwaben.

Für das Inland sind die M+E Firmen optimistischer und auch die Produktionspläne der schwäbischen M+E Unternehmen haben sich verbessert. Eine Erhöhung der Investitionen planen außerdem gut 20 Prozent der Unternehmen, 7,5 Prozent wollen hier einsparen. An den Auslandsstandorten liegen die Produktionspläne im gleichen Bereich wie im Inland, die Investitionspläne sind etwas größer als im Inland.

Die Ertragslage ist insgesamt sehr gut. Mehr als 50 Prozent der M+E Unternehmen in Schwaben hoffen dieses Jahr auf eine Nettoumsatzrendite von vier Prozent und mehr. Rund sechs Prozent befürchten Verluste, knapp acht Prozent rechnen mit einer schwarzen Null oder einer unzureichenden Rendite von unter zwei Prozent.

"Der Beschäftigungsanstieg in der Region wird sich beschleunigen", erklärt Weiß. Rund 40 Prozent der Unternehmen wollen in der zweiten Jahreshälfte 2016 zusätzliche Jobs im Inland schaffen. 15 Prozent rechnen damit, Stellen streichen zu müssen. "Bis Ende 2016 rechnen wir mit weiteren 2000 neuen Arbeitsplätzen, dann wären es rund 130 000 M+E Beschäftigte in Schwaben", so Weiß. 1300 Stellen sind im Laufe des Jahres bereits entstanden.
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