Reparieren statt wegwerfen

Eigentlich wirkt das Reparierbar-Café wie ein munteres Kaffeekränzchen im Freien. Frauen trinken Kaffee und essen Kuchen, ein Mann schraubt an einem Fahrrad. Doch steckt hinter dieser harmonischen Anordnung ein ernster Hintergedanke: Während dieser Veranstaltung stehen den Gästen hilfsbereite Fachleute und begabte Hobbyhandwerker unterschiedlicher Fachrichtungen zur Seite. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, und nicht darum, einen kostenlosen Reparaturservice als Konkurrenz zum örtlichen Handwerk aufzuziehen.

Die „Reparierer“ vor Ort kommen hauptsächlich von der Tauschbörse Göggingen-Inningen, die Brigitte und Christian Tokarski im März 2015 ins Leben gerufen haben. In der Tauschbörse wird nicht mit Geld bezahlt – hier wird getauscht. Ein ähnlicher Gedanke herrscht hier vor. Warum Sachen wegwerfen, die man reparieren kann? Auch hier wird nicht bezahlt – aber Spenden sind immer willkommen. Brigitte Tokarski lacht: „Jeder kann was anderes. Warum soll man nicht seine Zeit damit verbringen, was man am liebsten macht?“

Das Reparierbar-Café ist ein nicht-kommerzielles Treffen, dessen Ziel es ist, die Nutzungsdauer von Gebrauchsgütern zu verlängern und dadurch Müll zu vermeiden, Ressourcen zu sparen und nachhaltige Lebensweisen in der Praxis zu erproben. Ein weiteres Ziel der Initiative ist die Förderung des Nachbarschaftsgedankens. Jeder kann kommen und bei einer Tasse Kaffee und gespendetem Kuchen einen netten Nachmittag im Gespräch verbringen.

Es werden noch freiwillige Reparatur-Helfer gesucht. Fachleute und Edel-Bastler sind willkommen. Jeden zweiten Donnerstag im Monat ist ein Schnupperabend im Wangerhof in Inningen. Informationen gibt Brigitte Tokarski, unter Telefon 0171/497 03 04
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