Schöpf will SOS-Kinderdorf gezielt weiterentwickeln

Sozialreferent Stefan Kiefer (links) und Birgit Lambertz (rechts), Geschäftsführerin von SOS-Kinderdorf Deutschland, verabschiedeten den bisherigen Leiter der Augsburger Einrichtung, Helmut Kast, und begrüßten seine Nachfolgerin, Sonja Schöpf.
 
Vor rund 50 Gästen, darunter Politiker, Vertreter von Ämtern, Kooperationspartner und Mitarbeiter, wurde der Wechsel an der Führungsspitze von SOS-Kinderdorf Augsburg im Familienzentrum gefeiert.

37 Jahre war Helmut Kast bei SOS-Kinderdorf Augsburg, davon 22 Jahre als Einrichtungsleiter. Bei einer Feier im Familienzentrum im Augsburger Stadtteil Hochfeld wurde er verabschiedet und seine Nachfolgerin, Sonja Schöpf, vorgestellt.


Helmut Kast, der mit 61 Jahren auf eigenen Wunsch in Altersteilzeit geht, erntete viel Lob für seine berufliche Bilanz. „Eine hohe Professionalität und viel menschliche Nähe zeichneten ihn aus“, lobte Dr. Birgit Lambertz, die Geschäftsführerin von SOS-Kinderdorf Deutschland. Unter Kasts Leitung hat das Kinderhilfswerk seine Angebote stetig erweitert. Die Mutter-Kind-Gruppe, die jugendliche Mütter in der schwierigen Anfangsphase unterstützt, ist ebenso einmalig wie Schneewittchen, die Beratungsstelle bei Essstörungen. Seit 2007, zu einem Zeitpunkt, als sich eine Flüchtlingsproblematik erst vage andeutete, kümmert sich SOS in Augsburg bereits um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. 2010 eröffnete SOS-Kinderdorf das erste Familienzentrum in Augsburg, das sich schnell zum beliebten Treffpunkt entwickelte. 2013 wurde gegenüber des Familienzentrums in der Van-Parseval-Straße die Kinderkrippe Krümelkiste eingeweiht.
Zum 60. Geburtstag des Kinderhilfswerks kamen 2015 rund 500 Spender und Paten aus der Gegend ins Gögginger Kurhaus. Es hat sich viel verändert, seit SOS 1970 mit einer Mädchenwohngruppe in Hochzoll klein anfing. Als Helmut Kast 1980 zu SOS-Kinderdorf in Augsburg kam, war er einer von vier Betreuern. Heute beschäftigt SOS rund 70 Mitarbeiter in Augsburg – von der Jugendwohngemeinschaft bis zum Familienzentrum, von der Mutter-Kind-Gruppe bis zu den Ambulanten Hilfen.
„Helmut Kast wird uns in seiner ganzen Art sehr fehlen. Aber ich bin überzeugt, dass seine Nachfolgerin SOS-Kinderdorf in bewährter Weise weiterführen wird“, sagt Augsburgs Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer bei der Feier im Familienzentrum in der Van-Parseval-Straße.
Sonja Schöpf, zuvor stellvertretende Einrichtungsleiterin bei SOS-Kinderdorf in Weilheim (Oberbayern), wurde zwei Monate von ihrem Vorgänger eingearbeitet. „Ich übernehme eine bestens aufgestellte Einrichtung“, sagte Schöpf, die sich für die herzliche Aufnahme bedankte. „Ich weiß, dass ich in große Fußstapfen trete.“ Sie wolle die bisherigen Angebote weiterführen und neue Akzente setzen. So sei angedacht, im Umland einen Familienstützpunkt zu eröffnen und das Außenbetreute Wohnen für junge Frauen, die von Essstörungen betroffen sind, aufzubauen.


SOS in Zahlen

SOS-Kinderdorf Augsburg beschäftigt rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit. Sie beraten und betreuen ca. 120 Kinder, Jugendliche und Familien jährlich. Das Familienzentrum verzeichnet ca. 1200 Besucher pro Jahr. Schneewittchen, die Beratungsstelle für Essstörungen, bietet ca. 450 Beratungen pro Jahr an. SOS-Kinderdorf hat sein Angebot kontinuierlich ausgebaut.

1970: Gründung der ersten Einrichtung von SOS-Kinderdorf in Augsburg als Mädcheneinrichtung in Hochzoll
1980: Gründung der koedukativen Jugendwohngruppe am Leonhardsberg in der Stadtmitte
1990: Erweiterung der Angebote Ambulante Hilfen und Familienberatung
1997: Schneewittchen, Beratungsstelle bei Essstörungen
2007: Angebot für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
2010: Neubau und Eröffnung des Familienzentrums im Hochfeld
2013: Eröffnung der Kinderkrippe Krümelkiste im Hochfeld


Die Angebote von SOS-Kinderdorf in Augsburg

Stationäre Angebote:
– zwei Jugendwohngruppen mit 5 Plätzen
– Mutter-Kind Betreuung mit 6 Plätzen für Mutter und Kind
– Betreutes Jugendwohnen mit 4 Plätzen

– Betreutes Wohnen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit 13 Plätzen
Ambulante Hilfen:
– Sozialpädagogische Familienhilfe und Erziehungsbeistandschaft
– Kontaktpunkt Stadtbergen, offene Beratung und frühe Hilfen


Schneewittchen, Beratungsstelle bei Essstörungen
Familienzentrum Hochfeld:
– Familienstützpunkt
– offener Treff, Mittagstisch, Internetcafé
– verschiedene Angebote für Kinder
– interkulturelle Angebote
– Second-Hand-Laden
Kinderkrippe

Spendenkonto:
SOS-Kinderdorf Augsburg
IBAN: DE26 7205 0101 0200 723757
BIC: BYLADEM1AUG
Kennwort: Spende für KD-Augsburg
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