Schutz vor Hackern: Erpressertrojaner nehmen Nutzer ins Visier

Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft hat in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass die Cyberkriminalität deutlich angewachsen ist und mittlerweile ein ernsthaftes Problem darstellt. Da immer mehr Nutzer heute ihren Computer für wichtige Prozesse wie beispielsweise die Kommunikation oder den Zahlungsverkehr nutzen, liegen diese immer stärker im Fokus von Hackern und Co. Doch wie können sich die Menschen vor den digitalen Attacken schützen?

Das Internet: Fluch und Segen zugleich!

Das moderne Internet hat mit allen seinen Vorteilen das gesellschaftliche Leben grundlegend revolutioniert, sodass heute immer mehr Menschen viele Dinge des Alltags in der Onlinewelt erledigen. Was dem Nutzer auf den ersten Blick einen nie dagewesenen Komfort bereitstellt hat allerdings auch seine dunklen Seiten, da immer mehr Kriminelle das Internet für ihre betrügerischen Machenschaften nutzen. Wer hier nicht aufpasst, findet sich schnell in einem virtuellen Minenfeld wieder, welches mit Trojanern, Phishing-Mails und anderen Gefahren reichlich bestückt ist. Wie die aktuellen Vorfälle rund um Erpressertrojaner „WannaCry“ und „Jaff“ zeigen, handelt es sich hierbei um eine akute Bedrohung, auf die tagtäglich zahlreiche Menschen hereinfallen. Einmal eingefangen blockiert die fiese Schadsoftware immer öfter die gesamte Benutzeroberfläche, verschlüsselt alle wichtigen Daten wie Dokumente, Fotos, etc. und teilt dem Nutzer mit, dass sich die Sperrung nur mit einer Zahlung auf ein bestimmtes Konto wieder aufheben lässt.

Wer ist die Zielgruppe von solchen Angriffen und wie gehen die Betrüger vor?

Wie bei den meisten kriminellen Aktivitäten haben auch die meisten Hackerangriffe einen finanziellen Hintergrund. Jedoch sind längst nicht alle Angriffe so dreist wie die Erpressertrojaner und fordern den Nutzer zu einer direkten Zahlung auf. So haben viele Angreifer vor allem sensible Accountdaten wie beispielsweise von Online-Banking-Apps und e-Wallets wie PayPal im Visier. Grundsätzlich sind die Angriffe dabei nicht auf eine spezielle Zielgruppe beschränkt, sodass es sich bei Hackerangriffen um eine allgemeine Bedrohung handelt, die sowohl Privatleute als auch Unternehmer im gleichen Maße betrifft. Eine weitverbreitete Maßnahme für Angriffe ist unter anderem das Versenden von gefälschten Paypal Phishing E-Mails, die denen von offiziellen Seiten täuschend ähnlichsehen. Häufig wird in Mails dieser Art dazu aufgefordert, auf einen bestimmten Link zu klicken oder einen Anhang zu öffnen. Der Klick des Nutzers ist dann oft der Startschuss für das integrierte Schadprogramm, welches sich in der Folge tief in den Systemdateien des Betriebssystems versteckt und unbemerkt im Hintergrund agiert um wichtige Daten abzugreifen.

Wie können sich Nutzer vor Attacken schützen?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass offizielle Seiten und Unternehmen niemals E-Mails an ihre Kunden versenden, in denen zur Wiederherstellung eines Passworts oder ähnlichen sensiblen Informationen aufgefordert wird. Auch das Verweisen auf einen Anhang als EXE-Datei, ZIP-Archiv oder einen Link mit dubioser URL sollte Nutzer in jedem Fall stutzig machen. Prinzipiell sollten Nutzer Anhänge und Co. nur dann öffnen, wenn sie sich zu einhundert Prozent über dessen Seriosität im Klaren sind. Des Weiteren ist es besonders wichtig, sämtliche Schutz- und Systemprogramme immer auf dem aktuellsten Stand zu halten, da immer wieder Sicherheitslücken auftauchen, die durch entsprechende Updates geschlossen werden. Hierbei ist zu beachten, dass wirklich alle Systemkomponenten aktualisiert werden wie beispielsweise der interne Internet-Browser und das auch dann, wenn der Nutzer einen alternativen Browser wie Firefox benutzt. Neben der Software des Betriebssystems sollten weiterhin auch alle anderen Programme und Gerätetreiber auf dem eigenen Rechner wie Grafikkarten, Motherboard und Druckertreiber aktuell gehalten werden. Dies betrifft auch scheinbar harmlose Programmerweiterungen wie etwa Adobe Flash und Shockwave, welche immer wieder mit kritischen Sicherheitslücken zu kämpfen haben.

Das Fazit

Grundsätzlich zeigt sich, dass ein effektiver Schutz vor Angriffen für den Nutzer definitiv keine Raketenwissenschaft darstellt und die Sicherheit schon durch das Einhalten simpler Verhaltensregeln signifikant gesteigert werden kann. Aus diesem Grund ist es ratsam, den Button mit dem Titel "Später erinnern" bei einem Update-Fenster getrost zu ignorieren und stattdessen sofort zu aktualisieren.
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