So wird die neue Mittelschule Gersthofen

Reichhaltig im Innern und spezifisch nach außen - so soll die neue Mittelschule erscheinen. Das Bauvorhaben schlägt mit über 30 Millionen Euro zu Buche.

Die neue Mittelschule ist eines der größten und teuersten Bauvorhaben in der bisherigen Geschichte der Stadt. Der Start für das Projekt soll Mitte 2014 erfolgen. Wenn alles nach Plan verläuft, dauert die Bauzeit rund vier Jahre.

Das Münchner Architektenbüro Behnisch stellte dabei das architektonische Konzept, die räumliche Funktionalität und das Klima- und Energieprogramm vor. Die Landschaftsarchitekten Liebald & Aufermann erläuterten die Freianlagen.

Das Projekt neben dem Paul-Klee-Gymnasium beinhaltet den Neubau einer Mittelschule, eine Dreifachsporthalle mit Tribünenanlage und den dazu gehörenden Außensportflächen sowie Räumlichkeiten für die örtlichen Musikvereine. Während der Bauarbeiten sollen die bestehende Turnhallen- und die Schulnutzung, aber auch die Musikvereinsnutzung – wenn auch mit Einschränkungen – auf dem Gelände möglich sein.

Im vorgelegten Entwurf wird die Dreifachsporthalle im ersten Bauabschnitt errichtet. Nach deren Inbetriebnahme steht die freigewordene Grundstücksfläche für den Schulneubau zur Verfügung. Der Sport- und Schulbetrieb könne so aufrechterhalten werden, meinten die Architekten.

Die Sporthalle plus Außensportflächen ordnet sich im südlichen Bereich des Grundstücks an, in räumlicher Nähe zu den vorhandenen Sportfeldern auf der anderen Seite der Schubertstraße und zur bestehenden Sporthalle des Gymnasiums. Die bestehenden und die noch zu errichtenden neuen Parkplätze erweitern sich nach Westen. So können sie auch für abendliche Veranstaltungen in der Sporthalle genutzt werden.

Die Topografie des Geländes wird zum Thema des Pausenhofs. Eine großzügig nach Süden ausgerichtete Treppenanlage schwingt sich durch das Gelände und wird zum Auditorium in der Aula der Mittelschule. In der Nähe des Haupteingangs im Norden ist der überwiegende Teil der überdachten Fahrradstellplätze vorgesehen. Integriert ist auf dem Eingangsplatz auch eine Wendemöglichkeit. Ziel sei es, den fahrenden Verkehr komplett aus dem Schulcampus rauszuhalten, so die Architekten.

Die Fachklassen liegen ebenerdig im Eingangsgeschoss, in eigenen Gebäudeflügeln und schieben sich als „grünes Klassenzimmer“ in die Landschaft. Im Nordflügel liegen die neuen Probe- und Unterrichtsräume der örtlichen Musikvereine.

Die einzelnen Gebäudeflügel verdichten sich schrittweise vom landschaftlich Freien hin zum fester Gebauten. Gefasst werden diese von einem frei geformten, zweigeschossig kompakten Baukörper, der über diesen Gebäudeflügeln liegt und das Zentrum definiert. Er nimmt die erforderlichen Klassenräume auf. Durch die ringförmige Anordnung der Klassenzimmer um die Aula entsteht eine typische und unverwechselbare Gestalt, die den Gedanken der Schulgemeinschaft stärken soll. Im Untergeschoss befindet sich die Cafeteria des Ganztagsschulbetriebs.

Die Tragstruktur entsteht in Massivbauweise mit Flachdecken. Die Dachauskragungen der Fachklassen werden in Holzbau ausgeführt. Ziel des Klima- und Energiekonzepts ist es, für Lehrer und Schüler optimale Tageslicht- und Frischluftversorgung zu gewährleisten und gleichzeitig einen hohen visuellen, thermischen und akustischen Komfort zu bieten. Die Gebäudehülle entsteht in Qualität der Energieeinsparverordnung (EnEV) plus.

Die Formensprache des Gebäudes setzt sich in den Außenanlagen fort. Auf der Ostseite befinden sich beispielsweise der Vorplatz sowie der Pausenhofbereich mit grünen Ruheinseln und einer zentralen Spielinsel, die mit multifunktionalen Drehscheiben und Hängematten ausgestattet ist. Weiter laden Sitzblöcke zum Ausruhen ein.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.