Spontane Hilfe für Flüchtlinge

Reischlesche Wirtschaftsschule EAE Erstaufnahmeeinrichtung Reischlesche Wirtschaftsschule Augsburg, Flüchtlinge warten an der Essensausgabe in einer der drei Abteilungen der Dreifachturnhalle. Foto: Annette Zoepf

Nachdem zuletzt Anfang August die Turnhallen der Reischleschen Wirtschaftsschule kurzfristig als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden mussten, bereitet sich die Stadt Augsburg nun auf weitere Notquartiere vor. Für einige Tage hatten sich in den Turnräumen 120 Asylbewerber aufgehalten. Mittlerweile sind sie an andere Orte gezogen.

Das Gebäude war damals quasi über Nacht vorbereitet und bezogen worden. Dem für Schwaben geltenden Verteilungsschlüssel zufolge wird Augsburg wohl im Oktober wieder an der Reihe sein, ein Notquartier bereitzustellen. Jedoch lassen die steigenden Flüchtlingszahlen davon ausgehen, dass dies bereits früher der Fall sein könnte.

Oberbürgermeister Kurt Gribl sprach im Ferienausschuss der Stadt in der vergangenen Woche von "zwei, drei Alternativen", auf die man vorbereitet sei. Konkrete Gebäude nannte er nicht.

Turnhallen seien zur kurzfristigen Unterbringung von Flüchtlingen geeignet, da sie über die nötige Infrastruktur samt sanitärer Anlagen verfügen. Stadtrat Rudolf Holzapfel (Pro Augsburg) äußerte Bedenken, dass außerhalb der Ferienzeit womöglich die Akzeptanz in der Bevölkerung fehle, wenn Turnhallen nicht für Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen. Man solle bei Klöstern anfragen, ob diese Räume bereitstellen, um Flüchtlinge kurzfristig unterzubringen, schlug Pia Haertinger (Grüne) vor. Für die Erstaufnahmeeinrichtung an der Berliner Allee, die seit knapp zwei Wochen als Unterkunft für 100 Flüchtlinge dient, ändert sich dadurch nichts.
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