StaZ-Intern: Auf der Suche nach der laktosefreien Bio-H-Milch-Sau

Bio muss sie sein, laktosefrei und länger haltbar: Die Milch für die kaffeesüchtige Redaktion. (Foto: efired, 123rf.com)

Die Redaktion hat ein Milch-Problem. Ursächlich dafür ist, dass die Kollegen D., J. und K. ohne mehrere Tassen Kaffee am Tag einfach nicht richtig funktionieren. Dementsprechend hoch ist der Milchverbrauch und die chronische Milchknappheit ist beinahe täglich Thema in der Redaktion.

Nun wäre es ja naheliegend, einfach einen Vorrat an Milch anzulegen. Diese Idee kam den Kollegen eines Tages auch, als sie ihren Kaffee mal wieder schwarz trinken mussten. Allerdings - und hier besteht eindeutig eine Marktlücke - gibt es im herkömmlichen Supermarkt keine Milch, die allen Ansprüchen gerecht wird.

Für Kollegin K., die mit ihren Unverträglichkeiten immer eine Extrawurst braucht, muss sie laktosefrei sein, um Bauchschmerzen zu vermeiden. Für Kollegin J., die gerne ausufernde Vorträge über Tierhaltung und gesunde Ernährung hält, muss sie Bio sein. Erstens "wegen der armen Kühe, die in der konventionellen Haltung tagelang durchgehend an der Melkmaschine hängen". Und zweitens, weil "die Kühe mit glyphosathaltigem Gras gefüttert werden und wir uns alle vergiften". Außerdem muss es natürlich H-Milch sein, sonst kann man schlecht zehn Packungen unter Kollege D.s Schreibtisch lagern. Die gesuchte eierlegende Wollmilchsau, oder in diesem Fall laktosefreie Bio-H-Milch-Sau, haben die Kollegen bisher im Laden vergeblich gesucht.

So bleibt es dabei, dass hin und wieder einfach niemand daran denkt, Milch zu kaufen. Im Umkreis der Augsburg-Redaktion gibt es da leider auch nur wenige Möglichkeiten. Vor Kurzem wagten sich K. und J. in der Mittagspause in den arabischen Supermarkt ums Eck. Milch gab es dort nicht, zur Auswahl standen lediglich Großpackungen Milchpulver oder gezuckerte Kondensmilch. Die Kolleginnen entschieden sich für letzteres. Wie sich zeigte, keine gute Idee: In der Dose befand sich eine zähflüssige und schwer dosierbare Pampe, die den Kaffee prompt in eine ekelhafte Zuckerbrühe verwandelte. Sogar J. ("Ich hasse es, Lebensmittel wegzuwerfen") schaffte es nicht, das garantiert ungesunde und laktosehaltige Gebräu auszutrinken. Nur Kollegin N. war beim Anblick der Kondensmilch-Dose entzückt: "Mmm Mädchenmilch, das hab ich ja seit Jahren nicht mehr gesehen."

Geschmäcker sind eben verschieden, Ansprüche auch. Und den goldenen Mittelweg zu finden, ist nicht immer leicht. In diesem Fall ist er eben oft schwarz. Hauptsache Kaffee, zumindest da sind sich die Kollegen einig. (kd)
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