Tankstelle für den Glauben: Kirchen-Messe Gloria in Augsburg

Die Gloria Kirchen-Messe bietet vom 25. bis 27. Februar religiöse Produkte und vieles mehr rund um den christlichen Glauben an. (Foto: messeaugsburg/Mateusz Roik)

Glocken läuten scheinbar in der Ferne, die Klänge mischen sich mit der Melodie eines Kirchenliedes, die aus den Pfeifen einer Orgel dröhnt. Schwer legt sich Weihrauchduft in die Nase: Nicht der Hohe Dom zu Augsburg, vielmehr die Kirchen-Messe Gloria empfängt so ihre Besucher von Donnerstag bis Samstag, 25. bis 27. Februar, auf dem Gelände der Messe Augsburg.

Bereits zum vierten Mal bringen Aussteller ihre Angebote an Kirchenausstattung, Paramenten, religiösen Produkten und Devotionalien an den Lech. Doch ist die Gloria längst keine Fachmesse für Mesner und Kirchenverwalter mehr. Im Zentrum steht der gelebte christliche Glaube – und das spiegelt sich im ökumenischen Programm wider.

Der Kongress „Notraum/Raumnot“ greift auf der Gloria etwa das Thema „Beherbergung von Flüchtlingen“ auf. Der „Käuterpfarrer“ Pater Benedikt Felsinger gibt Gesundheitstipps unter dem Motto „Hing’schaut und g’sund g’lebt“. Theologe Johannes Hartl, Leiter des Gebetshauses Augsburg, spricht über das „Gebet – Schlüssel zu den Schätzen Gottes“ und unter der Überschrift „Nimm und lies“ werden neue Bücher, CDs und Sendungen für Christen vorgestellt.
Die Begegnung mit „farbigen Persönlichkeiten“ verspricht Organisator Michael Ragg. In jedem Fall spannend wird das Gespräch mit der Bestsellerautorin Martha Schad. Sie erzählt von ihrem neuen Buch, in dem es um die vier Frauen geht die neben den 140 Päpsten im Petersdom beigesetzt sind. Das Buch will sie im Herbst in Rom vorstellen. Auch die renommierte Psychotherapeutin Elisabeth Lukas wird die Gloria mit Beiträgen bereichern. „Sie macht sonst keine öffentlichen Aufritte mehr, nur für die Gloria“, erzählt Ragg.

Jeder Messetag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Morgenlob und um 12 Uhr sind alles eingeladen zu einem Mittagsgebet. Eine „christliche Atmosphäre“ soll spürbar werden, erklärt Ragg. Den Gläubigen der Region empfiehlt er die Messe als eine „Tankstelle des Glaubens“. Gerade für Tagesausflüge sei die Gloria gut geeignet. „Es muss ja nicht immer die Weinprobe sein. Auch auf der Gloria kann man gepflegt Kaffee trinken oder essen“, meint Ragg. Anbieten würde sich für so einen Besuch der Samstag, 27. Februar. An diesem Tag ist der Eintritt für alle frei.

Sein Werben um Besucher hat einen ernsten Hintergrund. 2014 waren nur 3000 Besucher gekommen, langfristig sicher zu wenig. Doch für Messe-Chef Gerhard Reiter ist die Gloria eine Herzensangelegenheit. „Diese Messe passt nirgends besser hin, als nach Augsburg, die Friedensstadt, die Stadt der Parität“, ist er überzeugt. „Wir verdienen damit nicht viel Geld“, gibt er zu. „Wir wollen aber alle die Gloria behalten.“ Die Rückendeckung seiner Gesellschafter hat er – noch. Ob sie lange genug hält, bis aus der jungen Messe das wachsen kann, was Ragg und Reiter für die Zukunft erhoffen, wird sich zeigen. In ganz Europa gibt es mit der Gloria nur drei Messen, die dieses für Messeverhältnisse sehr spezielle Thema behandeln. „Wir haben hier die Möglichkeit etwas aufzubauen“, verspricht Reiter. „Wenn alle mithelfen, kann es gelingen.“

Die Gloria Kirchen-Messe ist geöffnet am Donnerstag und Freitag, 25. und 26. Februar, von 9 bis 17 Uhr und am Samstag, 25. Februar, von 9 bis 16 Uhr. Kinder bist 14 Jahren haben freien Eintritt, am Samstag ist der Eintritt für alle Besucher kostenfrei. Mehr zum Programm gibt es im Internet unter www.messegloria.info.
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.