Tiefseetaucherinnen und Fischforscher für den Unterricht

Zum Relaunch der Website www.forschungsboerse.de bringt das Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane Expertinnen und Experten aus der Meeresforschung in den Unterricht.

Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie wichtig unsere Meere und Ozeane für unsere Zukunft sind, wie wir sie nachhaltig nutzen und besser schützen können – das ist ein besonderes Anliegen im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane. Die Forschungsbörse – eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) – bringt seit dem Wissenschaftsjahr 2010 Forschende und Schüler zusammen und gibt so jungen Menschen die Möglichkeit, auf unkomplizierte Weise Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kennenzulernen und mehr über die Bedeutung ihrer Arbeit zu erfahren. Über 750 Forschende beteiligen sich bereits an der Initiative. In diesem Jahr geht die Seite mit optimierten Anwendungen und neuer Gestaltung online. Mit an Bord: Die ersten 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Meeresforschung, die in die Tiefen der Ozeane abtauchen, über freche Robben berichten – oder aber alte Fischarten retten.

Die Forschungsbörse im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Mit dabei zum Beispiel Dr. Jörn Geßner vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB): Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen arbeitet er an der Wiedereinbürgerung des Störs in Deutschland. Wie die Forscher den Fisch in die deutschen Gewässer zurückholen, berichtet der Experte im Unterricht. Auch der Biologe und Forschungstaucher Uli Kunz, Mitbegründer der Forschungstauchgruppe SUBMARIS aus Kiel, besucht Schüler aller Altersgruppen im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane. Seine Fragestellung an die Jüngsten im Klassenzimmer: „Haie, Wale, freche Robben - Was wissen wir über die Großmäuler im Meer?“. Und Prof. Sunhild Kleingärtner vom Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven untersucht Denkmäler unter Wasser: Die Direktorin und Professorin für Schifffahrtsgeschichte und Maritime Archäologie taucht mit Schülerinnen und Schülern in die Tiefen der Ozeane ab und berichtet über ihre Arbeit als Unterwasserarchäologin. Neben diesen drei Experten beteiligen Polarexperten, Umweltforscher, Geologen, Meteorologen und Technologen, aber auch Mediziner, Juristen, Ernährungs- und Tourismusexperten – kurz: Expertinnen und Experten aus der gesamten Breite der für die Meeres- und Ozeanforschung relevanten Themenfelder und erzählen an Schulen über die Erkenntnisse in ihrem Forschungsbereich.

Neuer Onlineauftritt mit optimierten Anwendungen

Ab heute geht die Forschungsbörse in neuer Aufmachung und mit optimierten Anwendungen online. Für Lehrerinnen und Lehrer wurden die Suchfunktionen erweitert: Auf www.forschungsboerse.de können sie nun direkt nach Schulfächern Experten aus der Region suchen und diese für den Unterricht buchen. Für Forschende ist es nun noch einfacher, sich anzumelden und die eigenen Termine zu verwalten.

Mitmachen und Schulklassen besuchen

Expertinnen und Praktiker, die in der Meeresforschung arbeiten, sind herzlich eingeladen, im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane mitzumachen: Registrieren können sie sich auf www.forschungsboerse.de Anmelden können sich darüber hinaus auch weiterhin alle Expertinnen und Experten, die zu den Themen der vergangenen Wissenschaftsjahre forschen oder aber auch themenunabhängig vom Wissenschaftsjahr Schulklassen gerne besuchen möchten.

Kontakt

Sie benötigen Bildmaterial, haben Interesse an einem Interview mit einem Forschenden oder möchten bei einer Schulstunde dabei sein? Für alle Fragen rund um die Forschungsbörse steht Ihnen Alexandra Therése Gottschalk im Büro Wissenschaftskommunikation, Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) (Tel.: +49 30 670 55 219, E-Mail: forschungsboerse@dlr.de) zur Verfügung.

Die Forschungsbörse der Wissenschaftsjahre

Seit 2010 bringt die Forschungsbörse Wissenschaft ins Klassenzimmer: Über die Webseite www.forschungsboerse.de vermitteln die Wissenschaftsjahre Forscher, Experten und Praktiker unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen an Schulen. Insgesamt beteiligen sich rund 750 Forschende aus Deutschland in der Initiative und geben Einblicke in ihre Arbeit. Das Angebot richtet sich vorrangig an die Sekundarstufe II, auf Nachfrage vermittelt die Forschungsbörse Experten auch an Grundschulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung.

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Meere und Ozeane bedecken zu rund 70 Prozent unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit langem; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 geht es um die Entdeckung der Meere und Ozeane, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit und unterstützen den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.
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