Trotz Bestätigung: Käufer der Weltbild-Filialen gibt weiter Rätsel auf

70 Filialen verkauft Weltbild an die "Buchhandlung Leseart". Das hat das Ahauser Unternehmen nun bestätigt. Foto: Tabitha Assner

Der Käufer der 70 Weltbildfilialen ist gefunden: Die "Buchhandlung Lesensart" aus Ahaus bestätigt zwar den Kauf, will sich aber noch nicht zu Details äußern. Das Unternehmen gibt auch sonst weiter Rätsler auf. Kritik wird aus dem Weltbild-Betriebsrat laut.

Das Rätsel um den Käufer der 70 Weltbildfilialen ist gelöst. Es handelt sich um die "Buchhandlung Lesensart" aus Ahaus. Das schreibt die "Münsterland Zeitung". Geschäftsführer Rüdiger Wenk wolle zwar keine Fragen dazu beantworten, bestätigt aber den Kauf der Filialen und kündigte Informationen rund um das Thema für diese oder spätestens die nächste Woche an.

Doch das Unternehmen gibt weiter Rätsel auf: An der Von-Roentgen-Straße soll es "in einem zweistöckigen schmucklosen Bau ansässig sein. Weder auf dem Klingelschild noch auf den Briefkästen gibt es jedoch bisher einen Hinweis auf die Firma", schreibt die Zeitung.

"Wir sind die einzigen Mieter hier", wird der Geschäftsführer eines Nachbarbetriebs zitiert, der an der selben Adresse Büros betreibt. An der Von-Roentgen-Straße soll das Unternehmen in einem zweistöckigen schmucklosen Bau ansässig sein. Weder auf dem Klingelschild noch auf den Briefkästen gibt es jedoch bisher einen Hinweis auf die Firma.

An der Von-Roentgen-Straße soll das Unternehmen in einem zweistöckigen schmucklosen Bau ansässig sein. Weder auf dem Klingelschild noch auf den Briefkästen gibt es jedoch bisher einen Hinweis auf die Firma.


"Lesensart", 2009 in Berlin gegründet, ist erst im Februar nach Ahaus gezogen und dort ins Handelsregister eingetragen worden. Demnach habe es ein Stammkapital von 25.000 Euro.
Ruft man die Website des Unternehmens auf, steht da nur in kleinen schwarzen Buchstaben auf weißem Grund: "Hier entsteht eine Internetseite für medizinische Fachliteratur."

So mysteriös die Geschichte auch ist: Laut Weltbild werden die Mitarbeiter samt ihrer Verträge vom Käufer übernommen.

Im Betriebsrat herrscht trotzdem Unmut. "Äußerst kritisch" sehe Timm Boßmann den Verkauf. Der eingeschlagene Weg sei "nach unten zementiert" worden, wird er in der "Süddeutschen Zeitung" zitiert. "Werbung runter - Umsatz runter - Beschäftigung runter", beschreibt er den befürchteten Verlauf.
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