Typische Kreditfehler und wie man sie vermeidet

Kredite sind momentan so günstig wie nie. Besonders vermeintlich attraktive Null-Prozent-Finanzierungen von Möbelhäusern oder Elektromärkten locken die Verbraucher. Symbolbild: © pashapixel / 123rf.de

Kredite sind momentan so günstig wie nie. Besonders vermeintlich attraktive Null-Prozent-Finanzierungen von Möbelhäusern oder Elektromärkten locken die Verbraucher. Ohne sich vorher über Zinsen, Laufzeit und Gesamtkosten zu informieren, findet man sich dann schnell in der Schuldenfalle wieder.

Oftmals führen unnötige Versicherungen, die Nutzung des Dispokredits oder schlichtweg zu viele Kredite zur Verschuldung. Wer aber diese und ähnliche Stolpersteine kennt, kann eine Lösung finden, die sich langfristig bezahlt macht.

Restschuldversicherung abschließen


Die Restschuldversicherung springt ein, wenn der Kreditnehmer arbeitslos oder krank wird und deshalb die Raten nicht bezahlen kann. Allerdings ist diese Versicherung keine Pflicht und für die meisten Kreditnehmer alles andere als sinnvoll. Denn sollte der Fall eintreten, dass der Versicherte nicht mehr bezahlen kann, greift die Restschuldversicherung oft nicht. Der hohe Zins-Aufschlag steht deshalb in keinem Verhältnis zur gebotenen Leistung.

Lange Nutzung des Dispokredits


Der Dispokredit ermöglicht es dem Kontoinhaber einen finanziellen Engpass zu überbrücken. Allerdings sind die Dispozinsen mit circa 10,65 % wesentlich höher als die eines herkömmlichen Ratenkredits. Zum Vergleich: bei dem Online-Kredit der Norisbank liegen die Zinsen zwischen 3,7 und 7,8 % und sind damit definitiv günstiger. Wer also den Dispo nicht zeitnah wieder ausgleichen kann, sollte besser auf einen Ratenkredit umsteigen.

Zu viele Null-Prozent-Finanzierungen


Auch wenn Null-Prozent-Finanzierungen nicht den Anschein machen, handelt es sich dabei um Ratenkredite mit fester Laufzeit und Ratenhöhe. Zwar entfallen während der Tilgung die Zinsen, aber auch hier lauern Fallstricke. Wer viele dieser scheinbar attraktiven Kredite innerhalb kurzer Zeit abschließt, verliert leicht den Überblick über seine Finanzen und kann nicht kontrollieren, ob die Raten auch so beglichen werden, wie es vereinbart war. Denn beim Abschluss eines gebührenfreien Kredits tricksen viele Händler gerne. Im Vertrag sollte verankert sein, dass die Kreditschuld in der vereinbarten Laufzeit komplett getilgt wird. Wird dies versäumt, drohen hohe Zinsen.

Wer beispielsweise den Kauf eines Fernsehers für zehn Monatsraten à 100 Euro vereinbart hat, sollte sich vergewissern, ob auch wirklich dieser Betrag vom Konto eingezogen wird. Sonst ist es möglich, dass monatlich nur 30 Euro für den Fernseher bezahlt wurden. Nach Ablauf der Laufzeit werden dann für die restlichen 700 Euro, die nicht beglichen wurden, Zinsen von 15 Prozent fällig.

von pm
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