Verjüngungskur fürs Augsburger Mozartfest

Cello-Legende Steven Isserlis bestreitet das Abschlusskonzert beim diesjährigen Mozartfest. (Foto: Kevin Davis)

Eine musikalische „Spurensuche“ verspricht das Deutsche Mozartfest 2017 in seinem Titel. Vom 19. bis 28. Mai sollen Vorbilder Mozarts gefunden und seine eigene Nachwirkung bis zur zeitgenössischen Musik verfolgt werden. In jedem Fall verspricht das Programm ein Fest für die Ohren zu werden.

Es sind zwei runde Jubiläen, die in diesem Jahr gefeiert werden dürfen: Claudio Monteverdi im Jahr seines 450. Geburtstags und Georg Philipp Telemann, dessen Todestag sich 2017 zum 250. Mal jährt. Beide waren sie Wegbereiter und Vorbilder für Wolfgang Amadeus Mozart.

Neues Publikum fürs Mozartfest gewinnen

Gleich das Eröffnungskonzert unter dem Titel „Teatro d’Amore“ am Freitag, 19. Mai, 9.30 Uhr, im Parktheater im Kurhaus Göggingen widmet sich der Musik Claudio Monteverdis und dessen Zeitgenossen. Es musiziert das Ensemble L’Arpeggiata, begleitet von den Stimmen von Nuria Rial, Sopran, und Vincenzo Capezzuto, Countertenor. Die Leitung hat Christina Pluhar – die Besucher dürfen sich auf „jazzed up“-Version der „Alten Musik“ freuen, wie das städtische Mozartbüro ankündigt. Es hat in diesem Jahr zum ersten Mal die Leitung für das Festival und das ist dem veränderten Programmstil durchaus anzumerken. Erklärtes Ziel des Büroleiters Simon Pickel ist es, neues Publikum für das Mozartfest – und für Mozart – zu gewinnen.

Und so findet sich im Programm das „Jazz-Gipfeltreffen“ mit Michael Wollny und Vincent Peirani am Samstag, 20. Mai, im H2-Museum. Und auch das mit „CelloClubbing@Mahagoni Bar“ überschriebene Konzert von Cellist Max Hornung und DJ Julian Maier-Hauff richtet sich am Dienstag, 27. Mai, in erster Linie an Mozartfest-Besucher der neuen Art.

Klassik im klassischen Gewand

Doch natürlich gibt es auch wieder jede Menge Klassik im klassischen Gewand zu hören, etwa beim Festival der ARD-Preisträger am Mittwoch, 24. Mai, im Kleinen Goldenen Saal mit dem Aris Quartett und Agnès Clemément, Harfe, sowie Daniela Koch, Flöte. Oder einen Tag zuvor: „Nichts als Händel und Bach“ heißt es am Dienstag, 23. Mai, im Kleinen Goldenen Saal mit dem Ensemble Neobarock.
Zum Abschluss und als Höhepunkt des Deutschen Mozartfests am Sonntag, 28. Mai, 19.30 Uhr, kommt Cello-Legende Steven Isserlis in den Kongress am Park nach Augsburg. Gemeinsam mit Meisterschülern der Kronberg Academy verbindet Isserlis Mozarts berühmte Sinfonia Concertante mit einer Concertante moderner Prägung: Richard Strauss’ monumentaler Tondichtung Don Quixote.

Musik für Kinder

Um sich auch für künftige Mozartfeste Besucher heranzuziehen wird es in diesem Jahr ein eigenes Festival für Kinder geben. „Kling, Klang, Gloria“ beginnt mit dem eigenen Eröffnungskonzert „Unterwegs nach Umbidu“ am Sonntag, 28. Mai, um 15 Uhr, im Kulturhaus Abraxas. Außerdem sind für die angehenden Mozart-Fans Workshops und musikalische Aktionen vorgesehen.

Das komplette Programm des Mozartfests gibt es unter www.mozartstadt.de.
(Von Markus Höck)
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