Vertraut und fremd - vielfältig und einzigartig: Die lange Nacht der Heimat

Teatr Osmego Dnia. (Foto: Tomasz Kizny)


Die Veranstaltung "Die lange Nacht der Heimat" am Samstag, 5. Juni, in Augsburg, entführt mit mehr als 200 Programmpunkten an 50 Spielorten in fremde Welten, Zeiten oder geistige Heimaten. Die Augsburger Prachtsäle, Museen, Kirchen, Kunst- und Kulturorte, die Augsburger Stadtgeschichte und die aktuelle Kulturszene werden in einer facettenreichen Genre übergreifenden Stadtinszenierung zum Thema Heimat erlebbar gemacht. Die Künstlerinnen und Künstler - von nah und fern - präsentieren und interpretieren an diesem Abend ihre (Wahl-) Heimat, ihren Heimatbegriff oder musikalische und künstlerische Schätze ihrer Herkunftsländer.

Die Lange Kunstnacht verbindet den Besuch vielfältiger Ausstellungen und Baudenkmäler Augsburgs mit Konzerten, Performances, Lesungen, Führungen, Straßentheater und Installationen. Ob Schwäbische Wirtshausmusik, klassische türkische Klänge, vielkulturelle Heimatlieder aus Deutschland oder historische Kompositionen aus der Augsburger Musiktradition: In diesem Jahr schlagen die Künste eine Brücke zu Augsburgs reicher Stadtgeschichte, die nicht erst heute geprägt ist von Einflüssen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen.

Städte waren von jeher Zufluchtsorte, die durch kulturellen Wandel leben. Augsburgs lange Handelstradition, insbesondere geprägt von der einflussreichen Familie Fugger, förderte Einflüsse aus aller Welt: Augenscheinlich werden diese in den zahlreichen herrschaftlichen Renaissancebauten mit italienischem Anklang und den eindrucksvollen Rokokosälen. Zur neuen Heimat wurde Augsburg auch zu Zeiten des Wirtschaftswunders für Gastarbeiter, die kamen und dann auch blieben. Deren Kultur gehört heute selbstverständlich zu unserem Alltag: Döner und Thai-Curry zum Mittagessen, Cappuccino zum Nachtisch. Auch heute kommen Menschen nach Augsburg, die ihre Heimat aus wirtschaftlichen oder humanitären Gründen verlassen (müssen). Die Lange Kunstnacht kann auch dazu dienen, neuen Bürgern unsere Stadt und Kultur als neue Heimat näher zu bringen.

Die Kunstnacht wirft ein Augenmerk auf lokale Besonderheiten: Eine moderierte Sonderfahrt mit der in Deutschland einzigartigen Localbahn oder einer Führung rund um den sagenumwobenen "Stoinernen Ma" und die Stadtmauer bieten Entdeckungen, die auch Ortsansässigen oftmals verborgen bleiben. Einen musikalischen Ausflug in die Region bieten die Schwäbischen Wirtshausmusikanten mit Volksliedern aus Schwaben und Altbayern im Maximilianmuseum. Der Heimatfilmexperte Marcus H. Rosenmüller beschäftigt sich in einer musikalischen Lesung mit dem Fremden in der Heimat aus bayerischer Sicht.

Eine Vielzahl von Konzerten rund um Augsburger Komponisten - von Leopold Mozart, Matthäus Fischer über Wagenseil bis hin zu Dominik Uhrmacher - laden ein, den Abend klassisch zu begehen und in die umfangreiche Musiktradition und die vielseitige aktuelle Augsburger Klassikszene einzutauchen: Musica Suevica führen im Kleinen Goldenen Saal ein Singspiel für das ehemalige St. Salvator Kolleg auf, in Evangelisch St. Ulrich erklingt das Augsburger Clavierkonzert von F. Hartmann Graf auf einem Original Hammerflügelnachbau und das Ensemble für Frühe Musik geht mit "Es hett ein schwab ein töchterlin" zurück in die Goldene Zeit Augsburgs im 15. Jahrhundert.


Alle weiteren Informationen gibt es unter: http://www.langekunstnacht.de

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