Vier vernünftige Kleinwagen

Kleine Autos bieten oft viel Auto für das Geld. Der neue Honda Jazz tritt gegen die etablierte Konkurrenz an. Foto: auto motor und sport

Kleine Autos bieten oft viel Auto für das Geld. Der neue Honda Jazz tritt gegen die etablierte Konkurrenz an.

Auch in der 3. Generation bietet der Honda Jazz viel Platz und Variabilität. Richtig komfortabel wird es wegen dünner Polster vorn wie hinten jedoch nicht. Den niedrigen Verbrauch und die gute Ausstattung gilt es lobend zu erwähnen. Obwohl der 1,3-Liter-Saugbenziner nicht allzu flink unterwegs ist, reichen die 103 PS im Stadtverkehr aus. Trotz rumpeliger Federung bleibt für den vergleichsweise günstigen Jazz nur der dritte Platz.

Im unspektakulären Kia Venga funktioniert alles sehr eingänig: vom Radio bis zur variablen Rückbank. Die Sicherheitsausstattung ist allerdings nicht mehr zeitgemäß, und der zu straff abgestimmte Venga spricht schlecht auf Unebenheiten an. In der Stadt wirkt sein 1,6-Liter-Vierzylinder zunächst beherzt, verlangt über Land aber wegen sechs kurz übersetzte Gänge nach hohen Drehzahlen, damit es vorangeht. So bleibt als wichtigstes Argument für den soliden Venga die Sieben-Jahres-Garantie.

Das Talent des VW Polo liegt seit 1975 vor allem darin, immer etwas erwachsener zu sein als andere Kleinwagen. Letztes Jahr bei Infotainment und Fahrwerk verbessert, gibt es ihn nun auch mit dem neuen 1,0-Dreizylinder-Turbobenziner.

Der hat ebenso 110 PS wie der günstigere 1.2-TSI-Vierzylinder, mit dem hier der Fabia antritt. Dank 25 Nm mehr sollte der Dreizylinder energischer ziehen und weniger verbrauchen. Allerdings liegen die Konzernbrüder bei den Fahrleistungen fast auf gleichem Niveau, und von den 0,5 l/100 km Verbrauchsvorteil auf dem Papier bleiben im Test nur 0,2 Liter. Ansonsten hat es der hochwertige Polo gegen den Fabia Combi richtig schwer. Der VW verliert aufgrund des knapperen Platzangebots Punkte. In den Fabia passt das Urlaubsgepäck einer vierköpfigen Familie. Er ist solide verarbeitet, leicht zu bedienen, fährt und bremst sehr sicher. Und richtig flott ist er dazu.

Was wir noch hätten, sind viele clevere Details wie den Telefon- und Parktickethalter und damit den Fabia als Sieger in diesem Vergleich.


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