Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe Kontroversen - Literatur: Die Zwei-Kulturen-Debatte: Natur- kontra Geisteswissenschaften

Wann? 19.10.2017 17:00 Uhr

Wo? Zeughaus, Filmsaal, Zeugpl. 4, 86150 Augsburg DE
Augsburg: Zeughaus, Filmsaal | C. P. Snows 1959 geprägte und seither viel zitierte Diktum von den zwei Kulturen, "literary intellectuals at one pole - at the other scientists", steht zwar längst auf dem Prüfstand, hat jedoch an unserer grundlegenden Auffassung, dass Geisteswissenschaften und Literatur einerseits, Technik- und (Natur-) Wissenschaften andererseits zwei klar voneinander geschiedene kulturelle Bereiche darstellen, praktisch wenig geändert. Im Blick zurück auf die Geschichte erweist sich die Debatte von den zwei Kulturen im Kern nicht nur als eine Wissenschafts-, sondern gleichermaßen als eine Bildungs- und Sprachdebatte. Der Vortrag wird zum einen die historische Genese dieser Debatte nachzeichnen, zum andern aber auch exemplarisch aufzeigen, wie beide Kulturen bei aller gegenseitigen Konkurrenz, Skepsis und Kritik immer auch in höchst vielfältigen und produktiven Wechselbeziehungen zueinander standen und stehen.

Zur Person
Prof. Dr. Bernadette Malinowski, TU Chemnitz.
Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Philosophie und der Italienischen Literaturwissenschaft an der Universität Augsburg sowie an der Brandeis University (M.A., USA); Promotion 2001 mit einer Studie zum Thema "Das Heilige sei mein Wort" - Paradigmen prophetischer Dichtung von Klopstock bis Whitman, Habilitation 2008 mit einer Arbeit über Scientia Poetica. Literarische Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie (venia legendi für die Fächer Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft); von 1996 bis 2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Wissenschaftliche Assistentin, zuletzt Akademische Oberrätin an der Universität Augsburg; seit April 2011 Inhaberin der Professur für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der TU Chemnitz. Bisher publizierte Aufsätze setzen sich mit kulturanthropologischen und literaturtheoretischen Fragestellungen wie Erinnern und Vergessen, narrative Subjekt- und Identitätskonstituierung, Konzepte des Imaginären auseinander. Derzeitige Forschungsinteressen gelten insbesondere den interdiskursiven Überschneidungen und Verflechtungen zwischen Literatur und Naturwissenschaft sowie ästhetisch-ethischen Formen und Funktionen des Interrogativen. 2003: "Preis für gute Lehre" des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst; 2008: Wissenschaftspreis der Universität Augsburg.
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