Wafa: Übernahme geglückt

Für die insolvente WAFA Kunststofftechnik GmbH in Augsburg-Haunstetten gibt es einen Käufer: das Bieterkonsortium der Demmel AG und der Aetna Partners GmbH. Doch mit der Übernahme ist ein massiver Stellenabbau verbunden.

Wie die Gewerkschaft IG BCE mitteilt, werden 157 der knapp 400 Arbeitsplätze wegfallen.

Im Februar 2014 hatten die geschäftsführenden Gesellschafter den Insolvenzantrag gestellt. Nach drei Monaten vorläufiger Insolvenzverwaltung übernahm Rechtsanwalt Joachim Exner von der Insolvenzkanzlei Dr. Beck & Partner in Nürnberg das Unternehmen als Insolvenzverwalter und führte es 19 Monate in der Insolvenz weiter – „ohne einen einzigen Arbeitsplatz abbauen zu müssen“, wie Torsten Falke von der IG BCE betont. Schuld am Stellenabbau sei der Verlust einiger maßgeblicher Aufträge, der mit der nun vertraglich vereinbarten Übernahme einhergehe.

Betroffen werden in einem ersten Schritt 142 Mitarbeiter sein und in einem zweiten Schritt Mitte 2016 weitere 15 Arbeitnehmer. Für sie ist eine Transfermaßnahme vereinbart. Angeblich wollen die neuen Eigentümer aber massiv in den Standort Augsburg investieren. So sei geplant, eine zusätzliche Galvaniklinie zu bauen und dadurch vor allem die Stammkunden aus den Automobil-Premiumsektoren zurück zu gewinnen. (pm)
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