Wallfahrt zum Grab des heiligen Ulrich

Ulrichswoche 800 Menschen mit Behinderung feierten am Grab des heiligen Ulrich Gottesdienst. Foto: Caritas/Bernhard Gattner

Trotz der Hitze und manch langer Anfahrtswege haben es sich gut 800 erwachsene Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen nicht nehmen lassen, am Grab des Augsburger Bistumspatrons, des heiligen Ulrich, gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Sie kamen unter anderem auch aus Aichach, Schwabmünchen und aus Augsburg.

Die Ulrichswoche 2015 steht unter dem Leitwort "Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Hoffnung". Damit setzte sich auch Stefan Hirschberger auseinander, der in einer Einrichtung in Donauwörth der Stiftung St. Johannes Schweinspoint lebt. Er las eine Geschichte vor, die danach fragte, was es heiße kreuzlahm und kreuzunglücklich zu sein.

Diözesan-Caritasdirektor Andreas Magg gestand in seiner Predigt ein, dass man das Kreuz nur aus dem Glauben heraus verstehen könne. "Das Kreuz ist unser Plus-Zeichen. Es bietet vielleicht keinen Schutz wie ein Dach. Aber es sagt uns, dass jeder von uns gesegnet ist und Jesus uns jeden Tag begleitet." Dass dieser Glaube Menschen mit Behinderungen auf besondere, eigene Weise durch das Leben trägt, das machte der Mann aus Ursberg durch seinen Dienst als Kreuzträger deutlich. Er will nicht namentlich genannt werden, aber er trug voller Stolz und einer inneren Zufriedenheit, die man ihm deutlich ansah, das selbstgebastelte Kreuz vor den Ministranten und Geistlichen in die Kirche.
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