Weitere Asylbewerber kommen

Heute kommen weitere 29 Asylbewerber im Landkreis Augsburg an, von denen 17 einen Gasthof in Langweid/Stettenhofen und zwölf eine Unterkunft in Königsbrunn beziehen werden.

Damit befinden sich insgesamt 154 Asylbewerber in sieben dezentralen Unterkünften (Bobingen, Fischach, zwei in Königsbrunn, Kutzenhausen, Langweid-Stettenhofen, Walkertshofen), für die das Landratsamt Augsburg zuständig ist. Darüber hinaus hat der Regierungspräsident für das laufende Jahr weitere 119 Personen angekündigt, die im Landkreis dezentral untergebracht werden müssen. Diese Zahl kann sich erhöhen, wenn der Zustrom an Flüchtlingen stärker ansteigt als momentan prognostiziert.

Bereits in den nächsten Wochen werden voraussichtlich erneut 27 Asylbewerber zugewiesen. Diese sollen zum Teil auf die bestehenden Unterkünfte verteilt werden. Aus den bestehenden Unterkünften sollen 15, bereits anerkannte oder kurz vor der Anerkennung stehende Asylbewerber, übergangsweise in ein Einfamilienhaus nach Gersthofen umziehen.

Anerkannte Asylbewerber können sich auf dem freien Wohnungsmarkt im Landkreis Augsburg eine Wohnung suchen. Angesichts der bestehenden Wohnungsknappheit und dem in der Regel eher geringen Einkommen dieser Menschen, gestaltet sich die Wohnungssuche aber als äußerst schwierig. „Da es moralisch nicht vertretbar wäre, diese Menschen in die Obdachlosigkeit zu schicken, haben wir für diesen Personenkreis das Haus in Gersthofen angemietet. Wir hoffen, dass sie von dort aus wegen der zentralen Lage leichter auf Wohnungssuche gehen können“, so Landrat Martin Sailer. Sailer appelliert außerdem an die Nachbarn, die neuen Bewohner freundlich und offen aufzunehmen. „Diese Männer stammen aus Krisengebieten, haben alle ein schweres Schicksal hinter sich und sind deswegen anerkannt worden. Deshalb soll ihnen nicht mit Vorurteilen begegnet werden.“ Die nach Gersthofen ziehenden Personen müssen sich – im Gegensatz zu noch nicht anerkannten Asylbewerbern – ihrer Einkommenssituation entsprechend, an den Mietkosten beteiligen und selbst für ihre Verpflegung sorgen. Neben diesen 154 dezentral untergebrachten Personen befinden sich zur Zeit weitere 105 Asylbewerber in den drei Gemeinschaftsunterkünften der Regierung von Schwaben in Gersthofen, Langenneufnach und Schwabmünchen.

Derzeit steht für die erwarteten Asylbewerber nicht annähernd ausreichend Wohnraum zur Verfügung. Deswegen ist das Landratsamt weiterhin auf der Suche nach geeigneten Unterkünften und bittet um Unterstützung. Gesucht werden größere und kleinere Immobilien zur längerfristigen Anmietung durch das Landratsamt, insbesondere Mehrfamilienhäuser, einzelne Wohnungen, Immobilien mit abgegrenzten Schlaf- und Gemeinschaftsräumen oder Beherbergungsbetriebe. „Die Objekte sollten zeitnah zur Verfügung stehen, solide gebaut sein und den Brandschutz gewährleisten“, so Sailer weiter. Insbesondere Pensionswirte, die zehn Personen oder mehr unterbringen könnten und die behördlichen Auflagen erfüllen, werden gebeten, sich bei Sachgebietsleiter Max Rauscher unter Telefon 0821/31 02-24 48 zu melden.
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