Weltbild: Einigungsstelle wird eingerichtet

Am Mittwochmorgen hat das Arbeitsgericht Augsburg entschieden, eine Einigungsstelle einzusetzen, um einen Interessenausgleich zwischen Betriebsrat und Also Logistik sowie Weltbild Retail herbeizuführen. Foto: Tabitha Assner
Am Mittwochmorgen hat das Arbeitsgericht Augsburg entschieden, eine Einigungsstelle einzusetzen, um einen Interessenausgleich zwischen Betriebsrat und Also Logistik sowie Weltbild Retail herbeizuführen. Als Vorsitzender der Einigungsstelle wurde Holger Dahl von roland lukas Konfliktlösungen (Frankfurt) bestimmt.

"Wir begrüßen die Einrichtung der Einigungsstelle, um so den notwendigen Unternehmensumbau voranzutreiben und langfristig die Zukunft von Weltbild und Arbeitsplätze zu sichern", so die Weltbild Geschäftsführer Patrick Hofmann und Sikko Böhm. "Wir sind nach wie vor zu konstruktiven Gesprächen bereit", versicherten sie in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Die Geschäftsführung von Weltbild unterstreicht, dass es aus Sicht des Unternehmens in der Einigungsstelle vor allem um eine Einigung über die innerbetriebliche Organisationsstruktur geht. Dank einer positiven Geschäftsentwicklung sowie über Plan liegender Zahlen und aufgrund der Personalfluktuation steht das Thema Personalabbau bei Weltbild Retail dagegen nicht mehr im Zentrum der Verhandlungen zwischen der Weltbild Geschäftsführung und dem Betriebsrat, betonte das Unternehmen. Es gehe gegenwärtig noch um einen Personalabbau von 60 Stellen.

"Darstellungen, wonach bei Weltbild 300 Stellen abgebaut werden sollen, sind falsch", heißt es in der Pressemitteilung weiter. In der Weltbild Gruppe (ohne Logistik) sind zurzeit 1372 Mitarbeiter beschäftigt. Künftig sollen es 1312 sein. "Wir haben eine klare Strategie und sehen gute Chancen für erfolgreiche Positionierung von Weltbild im Markt. Die aktuellen Betriebsergebnisse, die über Plan liegen, belegen, dass der eingeschlagene Kurs richtig ist", so Hofmann und Böhm weiter.

Nach der erforderlichen Restrukturierung setzt Weltbild in den kommenden Jahren wieder auf Wachstum mit einer klaren Multichannel-Strategie, die stationären Handel, Online, Direktmarketing und Social Media zu einer Anstoßkette verbinden soll.

Vergangene Woche hatte die Gewerkschaft Verdi zur Demonstration gegen diese Einigungsstelle vor dem Arbeitsgericht in Augsburg aufgerufen. Die Gewerkschaft ist sich sicher, dass rund 300 Stellen zusätzlich abgebaut werden sollen. Verdi prangerte auch das Vorgehen des neuen Eigentümers an.
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