Wie verstrahlt ist Augsburg?

Die Ergebnisse der Strahlenmessung sind im Internet unter www.feldkarte.de abrufbar. (Foto: Screenshot)

Hochspannungsleitungen, Funkmasten, Smartphones überall – elektromagnetische Felder sind allgegenwärtig. Forscher haben nun gemessen, wo die Strahlung am höchsten ist.

In der Karlstraße strahlt es gewaltig, ebenso in der nördlichen Donauwörther Straße, am Innovationspark und in Teilen des Lechhauser Gewerbegebiets. Die Auswirkungen elektromagnetischer Felder sind wenig untersucht. Ein Forschungsprojekt der Ostfalia Hochschule begibt sich nun auf die Spur der unsichtbaren Funkwellen. Auch Augsburg haben die Wissenschaftler ins Visier genommen.

„Die Idee des Projekts ist es, hochgenaue Messdaten über die Feldstärkeverteilung in deutschen Städten aufzunehmen“, sagt Professor Matthias Hampe, Leiter des Forschungsprojekts. Dafür funktionierten die Forscher aus Niedersachsen ein Auto zu einem mobilen Messsystem um, mit dem sie vor Kurzem auch durch die größeren Straßen Augsburgs fuhren. Die Sensoren auf dem Dach des Wagens fingen im Mobilfunkbereich Frequenzen von 500 Megahertz bis 3 Gigahertz ein. Die Ergebnisse sind im Internet unter www.feldkarte.de abrufbar. Dargestellt wird die Strahlungsstärke durch verschiedene Farben. Blau bis grün bedeutet eine geringe Strahlung; orange und rot signalisieren hohe Werte.
Höchste Werte in violett

Der Bereich der Grenzwerte wird violett angezeigt. In Augsburg wurde ein solch hoher Wert allerdings nur einmal gemessen, in der Stätzlinger Straße in Lechhausen. „Die gute Nachricht ist, die gesetzlichen Grenzwerte wurden an keinem Ort überschritten“, so Forscher Hampe, der zudem Geschäftsführer eines Braunschweiger Unternehmens ist, welches das Projekt mitträgt.

Aus den Messdaten gehe auch hervor, dass in der Nähe von Funkmasten oder in Industriegebieten häufig höhere Werte zu beobachten seien. Bei allen Ergebnissen handle es sich allerdings um Momentaufnahmen. Es könne etwa sein, dass im Gewerbegebiet im Moment der Messung beispielsweise eine Maschine eingeschaltet wurde. Ein dabei möglicher Funkenschlag hätte Auswirkungen auf die Mess-Ergebnisse.

Janina Funk
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