Wieder Baden am Rothsee

Nach der Entschlammung des Rothsees in Zusmarshausen im vergangenen Jahr kann dort nun wieder gebadet werden. Einzelne Gäste klagen jedoch über Blutegel direkt am Ufer.

"Pack die Badehose ein", heißt es seit diesem Sommer wieder in Zusmarshausen. Denn im vergangenen Herbst wurden die umfangreichen Entschlammungsarbeiten am Rothsee beendet. Die Maßnahme kostete insgesamt rund 2,7 Millionen Euro. Die Hitze der vergangenen Wochen zog nun wieder zahlreiche Badegäste an den See.

Diese zeigten sich durchaus zufrieden mit der Qualität des Wassers und des Sees. Und bewerteten die Entschlammung als erfolgreich. Lediglich am Seeufer seien noch kleine Algenablagerungen erkennbar. Doch dies sei ganz natürlich für einen See, so eine Besucherin.

Auch Bürgermeister Bernhard Uhl zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Beschwerden von Bürgern über die Wasserqualität oder den See habe es seit seinem Amtsantritt noch keine gegeben. Und doch gab es am See vereinzelte Badegäste, die über Blutegel direkt am Ufer klagten. Die Verunsicherten mieden deshalb den Kontakt mit dem Boden und nützten die Badestege, von denen man direkt losschwimmen kann.

Doch das Projekt Rothsee ist mit der Maßnahme im vergangenen Jahr noch nicht abgeschlossen. Der See wurde bereits vor gut 40 Jahren im Zuge der Schaffung eines Naherholungsgebietes angelegt, weshalb es noch einiges an Neuerungspotential gibt. Durch eine Förderung des Real West und des Erholungsgebiete-Vereins (EVA) möchte die Gemeinde das Areal um den See noch weiter aufwerten. Geplant ist unter anderem ein Rundwanderweg mit Infotafeln, ein Bereich für Familien und Jugendliche am Nordufer und für Senioren und Kleinkinder am Südufer, wo es erfahrungsgemäß etwas ruhiger zu geht. Die fortgeschrittenen Pläne für die Baumaßnahmen sollen auf der kommenden Bauausschusssitzung, am 3. Juli, beraten werden.

Zur beständigen Sicherung der Wasserqualität soll in weiteren Baumaßnahmen ein Sedimentbecken vor der Mündung der Roth in den See Ablagerungen aufnehmen. Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Horgau soll der Fluss renaturiert und somit das Tempo des Wassers entschleunigt werden. Wie und wann das jedoch genau geschehen soll, ist derzeit noch unklar.
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