Willkommen beim BAMF in Augsburg

Heribert Binter leitet die neue BAMF-Außenstelle in der Augsburger Stadtjägerstraße 10. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Augsburg - Ende Dezember hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Außenstelle in Augsburg eröffnet - mit dem Ziel, Asylverfahren zu beschleunigen.

Künftig sollen zwischen Antragstellung und Entscheidung nur noch drei Monate liegen. Auch um sogenannte Bestandsasylbewerber, also die Bewerber, die seit langem auf eine Anhörung warten, wollen sich die Mitarbeiter des BAMF so schnell wie möglich kümmern.

Flüchtlinge, die eine Augsburger Unterkunft beziehen, stellen jetzt in der Stadtjägerstraße 10 ihren Asylantrag. Auch Flüchtlinge, die zum Beispiel in Donauwörth oder im Kreis Augsburg untergebracht werden, nehmen Termine in Augsburg wahr. Die Außenstelle ist zuständig für den gesamten Regierungsbezirk Schwaben. "Und zwar für alle Flüchtlinge, die aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und Pakistan kommen", ergänzt Heribert Binter, der Leiter der Außenstelle. Bisher musste der Personenkreis beim BAMF in München vorsprechen.

In der Regel nehmen Flüchtlinge zwei Termine beim BAMF wahr. Beim ersten Termin stellen sie einen Antrag auf Asyl und werden registriert. Mitarbeiter des BAMF nehmen einen Fingerabdruck, überprüfen, ob bereits an einem anderen Ort Asyl beantragt wurde, machen ein Bild und legen eine Akte an. Der zweite Termin ist die Anhörung. Sogenannte Entscheider erfragen die Fluchtgründe und stellen fest, ob der Asylbewerber Recht auf Asyl hat oder nicht. Bei jedem Termin im BAMF ist ein Übersetzer anwesend. "Eine wichtige Aufgabe unserer Mitarbeiter ist deshalb auch die Verwaltung unseres Dolmetscherpools", so Binter. Aktuell hat die neue Außenstelle bereits 41 Mitarbeiter aus dem mittleren und gehobenen Dienst eingestellt. Insgesamt soll der Mitarbeiterstamm auf 70 Personen anwachsen.
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