Wortschätzle 36 - Mit Butzakia hod ma Fuir gmacht.

Mit Butzakia hod ma Fuir gmacht. Symbolbild: ©magiceyes / 123rf.de
Wortschätzle / Früher hat man mit Holz und Tannenzapfen geheizt und gekocht.

Stefan Gruber

Da kommschd ausm Urlaub zrick, da kommst Du aus dem Urlaub zurück, aus dem warmen Süden, und als erstes musst bei dem Sauwetter die Heizung anmachen, damit nicht erfrierst. Früher hat man angschiert, angeschürt, mit Holz und Kohle und gleich war’s schön mollig warm. Man hatte auch in den Küchen noch Herde, die mit Feuer betrieben wurden. Manche gingen in den Wald und holten „Butzakia“, trockene Tannen- oder Fichtenzapfen, und nahmen sie zum Anschüren.

Zu unterst waren die „Butzakia“, darauf kamen „Boaza“, kleine Bündel aus trockenem Reisig, dann noch ein paar dünne Scheit Holz darauf und fertig war’s zum Anzünden.

Doch damals durfte man nicht einfach in den Wald gehen. Mancher Leser weiß sicher noch, als man einen Leseschein für den Wald beim Forstamt holen musste, um Brennmaterial zu holen.

Irgendwann brannte dann im Herd das „Fuir“, das Feuer und man nahm oben die Ringe aus der Herdplatte heraus und setzte den „Hafa“, den Topf, ein oder die Pfanne und fing an zu kochen. Vorteil dieser Herde war, dass damit die ganze Küche beheizt wurde.

Etwas Besonderes hatten diese Herde: Das „Schiffle“, das Schiffchen, ein Behälter mit Deckel im Herd, in dem das Feuer ständig Wasser warm oder gar heiß hielt. Schee und gmiatlich war’s scho, aber es hod halt au Arbat gmacht. Und d’ Fiaß hod ma im Rohr au wärma kenna.

Alle weiteren Wortschätzle finden Sie hier.
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.