Wortschätzle 38 - Bei dem Wetter reicht a „Geschdele“

(Foto: 123rf/Marina Lohrbach)
Die „Loibla“ für Weihnachten müssen noch ein wenig warten.

Stefan Gruber

Schon seit zwei Monaten verfolgt uns die Weihnachtszeit in den Supermärkten – Lebkuchen, Spekulatius, Adventskalender und Nikoläuse – nur die „Oh-Du-Fröhliche“-Musik fehlt noch. Aber der richtige Schwob muss jetzt schon an seine „Loibla“, Weihnachtsplätzchen, denken. Natürlich nicht an alle, nicht an Lebkuchen und die mit „Marme“, Marmelade, gefüllten „Spitzbuaba“, die Terrassen. Aber für „Springerla“ wird’s langsam Zeit, das Anisgebäck, das mit Holzmodeln geformt und geprägt wird, das unten „Fiaßla“, Füße, bekommt, wenn es richtig aufgeht. Springerla muss man rechtzeitig backen und in „Blechdosa“, Metallschachteln, gut vier Wochen richtig lagern, damit sie bis zu Anfang der Adventszeit weich geworden sind. Die Backorgie wurde verschoben. Ein leichtes „Geschdele“, eine Jacke, zum Anziehen reichte bei den Temperaturen. Und wer dann am Kiosk am Gögginger Wäldle knapp ne Stunde angestanden ist, konnte bei Kaffee und Kuchen bequem in der Sonne sitzen und manchem Radler zuhören, wie er über die Massen an Spaziergängern und Hunden „befzged“, geschimpft, hat, weil er kaum vorwärts kam oder es ihn deswegen fast „nagschlaga“ hat, er fast gestürzt wäre.

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