Wortschätzle 4 - A Bläddlesbischdol macht Krach ond schdingt

(Foto: ©paffy / 123rf.de)
Stefan Gruber

Der Fasching ist vorbei, die Mäschkerle können ihr Faschingskostüm nun verräumen - heute ist Aschermittwoch. Und da gehörte bei einem rechten Ausgschburger Cowboy und Westernheld früher natürlich auch die "Bläddlesbischdol" dazu - »ohne warsch oifach koi Cowboy ned«. Damals war noch nicht die Rede von gewaltverherrlichenden Spielzeugwaffen und Laserschwertern. Es waren Pistolen, die mit konfettiartigen Papierplättchen bestückt wurden, die mit schlagempfindlichem Explosivstoff gefüllt waren - manchmal hat's au g'funkt, peng, peng! Und a weng hod's nochm Deifi g'schdunga, nach dem Teufel gerochen - wegen dem Schwefel! Später gab es dann die Munition als kleine aufgerollte Bänder, dann als Plastikringe zum Einlegen. Ein Mäschkerle trug im Schwäbischen ein »Faschingshäs« - das Faschingskostüm. Das »Häs« war lediglich ein anderes Wort für Kleidung. Wer es sich leisten konnte und was auf sich hielt, hatte somit zum »Anhäsa« - zum Anziehen - ein Werktags-, ein feines Sonntags- und ein besonderes Ausgehhäs.

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