Wortschätzle 54 - "D'Maschie isch hie"

Xaver und Alois prägten vor 30 Jahren den Ausspruch "D'Maschie isch hie". (Foto: Film: "Xaver und sein Außerirdischer Freund"/Pecher)
Manchmal kracht, qualmt und stinkt es, wenn etwas kaputt geht.

Stefan Gruber

Auch dem Schwaben kann es passieren, dass etwas „verreggd“, dass etwas „hie isch“, etwas kaputt geht.
Natürlich ist dann einer der bekanntesten schwäbisch-regionalen Kommentare darauf: „D’Maschie isch hie“, wie es schon im vor 30 Jahren gedrehten Stauden-Kult-Film „Xaver und sein außerirdischer Freund“ hieß.
A „Verreggerle“ ist aber was anderes, so bezeichnet der Schwob eher ein nicht oder kaum lebensfähiges Tierchen. Einer der schönsten schwäbischen Ausdrücke wenn’s ums Kaputtgehen geht ist: „An Schnell hods doa, a Quella Rauch isch aufgschdiega und ganga ischr nemme.“ Es gab einen Knall, einen Krach, ein Wölkchen Rauch stieg auf und funktioniert hat er nicht mehr.
So war es bei meinem Computerbildschirm kürzlich auch, nur dass er zusätzlich noch fürchterlich gestunken hat. Das ist nicht zu verwechseln mit „des hod a Gschmeggle ghed“, was meist für einen kulinarisch unangenehmen, angebrannten oder schalen Beigeschmack herhalten muss oder aber auch für einen Vorgang, der nicht mit rechten Dingen, mit Mauschelei zugeht. Somit hat eine bayerische „Amigo-Affäre“ für den Schwob eindeutig „a Gschmeggle“.

Alle weiteren Wortschätzle finden Sie hier.
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