Wortschätzle 57 - Mit Zwieblschelfa ko ma Eur färba

Ins Oschdrneschd gherd dr Oschdrhas odr a Lämmle.

Stefan Gruber

Palmsonntag – wer als letztes aus dem Bett kommt, ist der Palmesel. Egal, nun ist bereits Karwoche und somit haben die letzten Tage vor Ostern begonnen, um „Oschdreur“, Ostereier, zu färben. Das geht mit gekauften Farben und meist mit Essig zusammen, oder auch mit natürlichen Farben wie „Rode Riab“, Rote Beete und auch mit „de Schelfa vo Zwiebla“, Zwiebelschalen, in deren Sud die Eier gelegt werden, bis die Farbe die gewünschte Tiefe hat. Also geht die Farbe von „de Zwieblschelfa ind Eurschelfa“ über. „Ausblasne Eur“, ausgeblasene Eier, kann man mit Schokolade füllen, man kann noch „Lämmla“, Osterlämmer, backen fürs Osternest und dann am Karsamstag einen Osterfladen. Aber ganz wichtig im „Oschdrneschd“, Osternest, ist der Osterhase, aus Schokolade oder sogar aus rotem Zucker. Hasi würde niemand zu diesem süßen Mümmelmann sagen, außer Gerhard Polt im Sketch mit „Nikolausi und Osterhasi“. Hasi und Häsle sind auch bei den Schwaben „firs Schätzle, fird Liabschafd“, für den Schatz und die Liebschaft reserviert.

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