Wortschätzle 63 - Nochmal zurück zum schlechten Wetter

Symbolbild. (Foto: Brian Jackson-123rf.de)
Viele schwäbische Leser kennen den Reim noch aus ihrer Kindheit.

Ich bin überwältigt! Vor zwei Wochen fragte ichim Wortschätzle nach der Vollendung eines kleinen Reimes. Weit mehr als 100 treue Wortschätzle-Leser riefen in der Redaktion an oder schrieben, um mir die letzte Zeile des Reimes von „Es regnelet, es schneibelet …”, zu nennen. Die meisten erzählten, dass sie den Reim noch von ihrer Großmutter kennen. Die Auflösung will ich meinen Lesern nicht schuldig bleiben.

Wenn ich die Beiträge der meisten Anrufer aus der Augsburger Region kombiniere, dann komme ich zu „Es regnelet, es schneibelet, / es god a kalder Wind, / dia Mädla ziehet Handschuh a / und Buba laufed gschwind, / da kommed dia Frau Basele / mit ihre lange Nasele /und sang es wär a Sünd,/ des isch koi Sünd, des isch koi Sünd,/ des isch ja bloß a kaldr Wind.

Einige Anrufer nannten als letzte Zeile „und machen a Kompliment“ und „geschwind geschwind, es god a kaldr Wind“.
Ein Anrufer kannte auch eine zweite Strophe:
Es regnelet, es schneibelet, / da fahred d’Baura Mieschd / dia sitzed auf da Waga nauf und schreied hott und wiaschd.
Eine schwäbische Kollegin aus der Nähe von Laup-heim schickte mir den Liedtext des schwäbischen Liedermachers Wolle Kriwanek und den will ich auch nicht vorenthalten:

Es schneielet, es beielet
es goht en kaldr Wend
Es fliegt a schneeweiß Vegele
oms Kepfle jedem Kend

Es schneielet, es beielet
Es goht en kaldr Wend
Mädle ziagat Handschua o
ond Buaba laufet gschwend.

Es schneielet, es beielet
es goht en kaldr Wend
Hosch du a Schdiggle Brot em sack,
no gib’s ma arme Kend.

Stefan Gruber

Alle weiteren Wortschätzle finden Sie hier.
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