Wortschätzle 67 - Länglächd apflanza hod au nix gnudzd

(Foto: 123rf/frankljunior)
Da kommst aus dem Urlaub nach Hause und meinst, im Gärtle wächst alles üppig … nix war’s, pure Enttäuschung. Irgend so „a jesesmäßigs Uwedder“, besonders starkes Unwetter, mit „Kitzabolla“, Hagelkörnern, hat mir die Freiland-Tomatenpflanzen zusammengeschlagen. Was noch übrig ist, na ja, muss sich erholen – es sind „heir“, dieses Jahr, eh so „Grepiererla, welche die schlecht wachsen. „Drweil“, wo, ich doch die Pflanzen diesmal „länglächd“, der Länge nach, ins Gärtle gesetzt habe, damit sie mehr Sonne abkriegen. Das einzige was üppig wächst, „ischs Ugraud“, das Unkraut.
Und wenn versuchst was in den Beeten zu tun, und es hat gerade geregnet – man hat ja immer nur dann Zeit – dann stehst so im „Baatz“, im nassen Dreck, dass ganze „Batza“, Klumpen, Erde an den Schuhen hast. „Ned amoal“, nicht einmal, der Zucchini wächst gut. Über den Salat kann ich nichts sagen, denn den haben bereits die Schnecken gefressen. Und irgendwie habe ich den Eindruck, bei den Nachbarn wächst alles besser. Das sind ja auch Rentner, die können den ganzen Tag ihre Pflänzla streicheln und beim „Gardaratsch“ über den Zaun, der Konversation im Garten, die nächsten Racheaktionen gegen die Schneckeninvasion aushecken.
Aber am Wochenende konnte ich schon die ersten Johannisbeeren dieses Jahr ernten. Zum Kaffee am Sonntag gab’s dann gleich einen „Datschi“, Blechkuchen, aus Hefeteig mit Johannisbeeren drauf. Für meine Schildkröten wachsen aber immer noch genug Leckerbissen, die „Ringela“, Ringelblumen, wuchern und deren „Bliadabläddla“, Blütenblätter, fressen sie besonders gerne.

Stefan Gruber

Alle weiteren Wortschätzle finden Sie hier.
1
Einem Autor gefällt das:
1 Kommentar
14
Martha Plaseller aus Augsburg - City | 20.07.2016 | 11:30  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.