Wortschätzle 83 - Iberall flagged Schelfa vo de Maroni rum

(Foto: 123.rf Peter Schenk)
Auf Adventsmärkten entsteht viel Abfall, auch Maronischalen

„Wennd ibr da Grischdkindlesmargd gosch“, wenn Du über den Christkindlesmarkt gehst oder auch fast jeden anderen Adventsmarkt, dann knackt es manchmal so auf dem Boden, immer dann, wenn Du auf die Reste der Maroni tritts. Jetzt gibt es doch schon seit Jahren die „Dobblgugg“, die Zweifachpapiertüte, in der einen sind die heißen Maroni und in die zweite, „drabebbde“, darangeklebte, Gugg sollen die „Schelfa“, die Schalen der Maroni rein.
Doch um die Maronistände herum sieht es aus, als ob jeder die Schalen und Häutchen nur auf den Boden fallen lässt. Und wenn heim kommst, dann kann sein, dass Dir die Reste noch an den Schuhen haften und Du sie dann in der Wohnung verteilst. Weihnachtsmarktfeeling für zuhause.
Aber man kann ja auch andere Sachen „eikoffa“, einkaufen, Krippenfiguren, Ställe, egal ob orientalisch oder alpenländisch, und „kloine Jesuskindla aus Blaschdig“, Jesuskinder aus Plastik, mit „ner großa Windl drum rum“. Ganz „abgfahrne Grischdbaumkugla“, außergewöhnliche Christbaumkugeln, gibt es auch, bunte Schweine und Krokodile sind da noch die harmlosen Varianten für den Christbaum.
Auch an den Christbäumen gehen Modeerscheinungen nicht vorbei, sie werden viel bunter und „gschroiadr“, auffälliger. Wer’s lieber traditionell mag, der kauft sich „Lamedda“, Lametta, aus Gold- oder Silberfolie und schmückt mit ganz simplen Kugeln seinen Baum – auch sehr schön.

Stefan Gruber

Kalender 2017

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