Wortschätzle 93 - Erst abschlegga, dann abschbegga

(Foto: staras/123.rf)
Die Vorsilbe „ab“ hat auch in Schwaben oft mit vermindern zu tun.

Jetzt ist die warme Zeit endlich angebrochen – man kann ohne dicke Jacke raus gehen und in der Sonne sitzen. Man kann genüsslich Eis essen, drei „Bolla“ in ner Waffel „abschlegga“, also ablecken. Mit „ab“ gibt es aber noch andere Wörter. Eines kommt einem oft in den Sinn, wenn gerade jetzt viele ihre Winterfigur in ganz engen Sachen oder gar bauchfrei zur Schau stellen, obwohl erstmal „abschbegga“, abnehmen, gut wäre. Aber dr Schwob hods ja au ned leichd beim Essa ...
Wenn dia „abgschmelzde“ Mauldascha au no ned so guad weared, ond des „abbreinde“ Zuig, das in Fett Rausgebackene, ned so schmegga däd, dann häddns mir Ibrgwichdige au leichdr, mr hädded dann auch koi so a Angschd ned, dass dr Hosagummi „abfadzd“, reißt, bloß wega oim odr zwoi Kilo mehr auf de Gnocha. Ond dia „Abodega“, Apotheken, brauchsch au it „abglabbra“, von der einen zur anderen gehen, om a Bilverle zom „Abnehma“ zom griaga, es duad doch eh it, des isch doch elles a „abkardede“ Sach von dr Pharmainduschdrie.
Ond jedzd isch Schluss midm Lamendo, da „Abdridd“ erklär i a andrs Moal, jedzd wird in da Garda ganga ond gschaffed, do god durchs Schwidza au a weng was weg. Ab! Ganged naus!

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Sebastian Summer aus Aystetten | 31.05.2017 | 15:51  
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