Zehnjährige gewinnt den Malwettbewerb zum Friedensfest

Friedensbild Die zehnjährige Mamathy Selverajah hat das Augsburger Friedensbild 2015 unter dem Motto "Das geht zu weit! Das geht nicht weit genug!" gemalt. Sie hat damit den ersten Preis beim Malwettbewerb des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Augsburg gewonnen.
Ein Flüchtlingsboot im Mittelmeer, Menschen die ertrinken und Menschen die gerettet werden - diese Szene zeigt das Augsburger Friedensbild 2015 unter dem Motto "Das geht zu weit!" - "Das geht nicht weit genug!". Gemalt hat das Bild die zehnjährige Mamathy Selverajah.

"Ich habe Berichte über Flüchtlinge im Fernsehen gesehen, deshalb habe ich das Thema gewählt", erklärt die Fünftklässlerin. Trotz der ernsten Thematik hat Mamaty auch Hoffnungsvolles gemalt: "Am besten an meinem Bild finde ich, dass die Leute versuchen zu helfen und nicht wegschauen wie viele andere."

Das Kunstwerk ist im Rahmen des Schüler-Malwettbewerb des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Augsburg entstanden. Eine ökumenische Jury, bestehend aus Religions- und Kunstlehrern, Pfarrern und Vertretern der Stadt Augsburg hat es zum Siegerbild gekürt.

Bei der Preisverleihung würdigte Stadtdekanin Susanne Kasch die Aktualität der eingereichten Bilder und die eindrucksvollen Darstellungen: "Es gibt Grenzen, die nötig sind. Es gibt aber auch Grenzen, die dem Leben nicht dienen. Dass ihr als Jugendliche um diese tödlichen Grenzen wisst und sie so aussagekräftig darstellt, beeindruckt mich sehr."

Zum Malwettbewerb aufgerufen waren Schüler der weiterführenden Schulen aus Stadt und Landkreis Augsburg, Aichach-Friedberg sowie aus Wertingen, unabhängig von Konfession und Religion. Sie reichten über 300 Bilder ein, die ihre Vorstellungen von Grenzen darstellen. Biblische Geschichten, persönliche Erlebnisse und Beobachtungen inspirierten die Jugendlichen zu unterschiedlichsten Darstellungen: Grenzen zwischen arm und reich, zwischen heiler Natur und Umweltzerstörung, Mobbingerfahrungen in der Schule oder Grenzen zwischen Mutter und Vater, unter denen Scheidungskinder leiden.

Das Siegerbild ziert das diesjährige Plakat zum Hohen Friedensfest und lehnt sich thematisch an das Programm zum Friedensfest unter dem Motto "Grenzen" an.
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