Zirpende Schmuse-Roboter

Das Medien-Festival lab30 präsentiert von Donnerstag bis Samstag, 25. bis 27. Oktober, 15 Installationen, Roboter und Klangapparate im Kulturhaus Abraxas, ebenso Konzerte und Performances. Mit dabei sind Künstler aus Kanada, Großbritannien und Österreich, etablierte Künstler und solche, die zum ersten Mal ausstellen.


Nicht nur lab-Fans werden Freude an der Installation Robot Partner 0.2. haben. Der automatische Tisch schiebt Tassen, Gläser, Gabeln von einer Ecke zur anderen und gibt Laute von sich. Auch Kunstinteressierte, Studenten, Senioren und Familien mit Kindern können sich für das Medien-Festival begeistern. Zirka 1500 Menschen kamen im vergangenen Jahr zum lab30 und Projektleiterin Elke Seidel vom Kulturamt der Stadt Augsburg hofft, dass auch heuer diese Zahl an Besuchern zum Festival strömt.

Bevor das lab30 am Donnerstag, 25. Oktober, seine Tore öffnet, gibt es eine Mitmach-Aktion am Dienstag, 23. Oktober, ab 16 Uhr im Zeughaus, Kreuzerraum. Nach dem Motto „Wirf Licht in die Stadt“ basteln die Teilnehmer 1000 Throwies, kleine bunte LED-Lichter mit Magnet und Knopfzelle, um beispielsweise Baucontainer zu verschönern.

„Wahnsinnig bildstarke Exponate, die starke, sinnliche Erfahrungen möglich machen“ erwartet die Besucher in diesem Jahr, verspricht Seidel. Die interaktive Licht-Klang-Installation von Judith Spang zum Beispiel wird mit jedem Pfeifen und Keuchen heller und lauter – schweigt der Besucher, gehen auch die hundert blinkenden und piepsenden Schlüsselfinder aus. Wie Bilder im Gedächtnis auftauchen, zeigt Julien Maires Installation „Memory Cone“: Der Besucher ordnet die Papierschnipsel auf dem Tisch, die vor ihm als magische Bilder erscheinen, projiziert über Dia, Video und Spiegel. Ein elektrischer Streichelzoo wartet ebenfalls auf die Besucher: Ein Dutzend Roboter zirpen und wuseln in der begehbaren Installation und teilen mit Lichtern und Klängen ihre Gefühle mit. Denn die Robotorschar „Emovere“ von David McLellan reagiert auf Zuschauer. Für Kinder ab zehn Jahren stehen zwei Workshops am Samstag auf dem Programm. Um 15 Uhr können Kinder und Erwachsene ihr eigenes Fernsehprogramm zusammenstellen. Um 15.30 Uhr heißt es dann: „Der Strudel – werde Teil des Gesamtwiderstandes“.

Ein altes, neues Klavier können Besucher am Samstagnachmittag erleben. Die Künstlerin Kathy Hinde entkernte das Klavier, worauf Umrisse von Vögeln projiziert werden. Mit jedem Flügelschlag erklingt dann ein Ton. Bei der Performance am Freitag um 20.30 Uhr und am Samstag um 22.15 Uhr sind nochmals andere Bilder und Töne wahrzunehmen.

Nicht fehlen dürfen beim lab30 die Clubnächte, freitags ab 23 Uhr und samstags ab 24 Uhr im Nordflügel. Übrigens ist mit der lab20-Eintrittskarte der Eintritt in die Kantine an allen drei Abenden frei.
Außerdem präsentiert sich der lab30-Freundeskreis auf der Schau. Der Freundeskreis gründete sich im Juni, da die Stadt nur noch alle zwei Jahre für das Festival aufkommen will. Um Mittel zu beschaffen, sind weitere Aktionen wie die Roboter-Oper geplant, die der Freundeskreis im September veranstaltet hatte. Laut Seidel gehen Spenden auf das Spendenkonto ein. Sie ist ganz zuversichtlich, dass es 2013 ein 12. Augsburger Kunstlabor geben wird.

Weitere Infos finden sich im Internet unter www.lab30.de.
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