Zukunftsmodelle für Osram

Der enorme Stellenabbau bei Osram erschüttert weiterhin die Bevölkerung. Angesichts des Beschlusses von Osram in der Region um Augsburg weitere 550 Arbeitsplätze zu streichen, haben sich die Abgeordneten Ulrike Bahr, Harald Güller und Linus Förster in einem offenen Brief zum Stellenabbau geäußert und appellieren darin an die soziale und unternehmerische Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden Olaf Berlien. Foto: Archiv

Der enorme Stellenabbau bei Osram erschüttert weiterhin die Bevölkerung. Angesichts des Beschlusses von Osram in der Region um Augsburg weitere 550 Arbeitsplätze zu streichen, haben sich die Abgeordneten Ulrike Bahr, Harald Güller und Linus Förster in einem offenen Brief zum Stellenabbau geäußert und appellieren darin an die soziale und unternehmerische Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden Olaf Berlien.

"Wir nehmen natürlich wahr, dass der Weltmarkt in erheblichem Umbruch ist und tradierte Produkte substituiert werden. Dennoch sehen wir auch, dass der Beleuchtungsmarkt insgesamt wächst und Osram gutes Geld verdient. Ein Investment in eine Zukunftssicherung wäre also möglich", so beginnt der Brief, den die drei Abgeordneten nun veröffentlicht haben. Demnach sei die Investition in die Zukunft nicht nur nötig, "sondern auch sinnvoll für den Konzern".

Die Standorte Augsburg und Schwabmünchen, hätten Kompetenzen, die "erhaltens- und ausbauenswert" seien. Des weiteren nehmen sie auch die Mitarbeiter in Schutz, die jahrelang Zugeständnisse gemacht und so ihre Motivation und Loyalität gegenüber dem Konzern bewiesen hätten.

Vorschläge, die von den Beschäftigten gemacht wurden um die Standorte zu sichern und weiter zu entwickeln, wurden vom Vorstand "weder berücksichtigt noch umgesetzt". Außerdem berufen sich die Sozialdemokraten auf den Leitsatz "Corporate Responsibility", der von den Vorsitzenden fordert , "Verantwortung zu übernehmen - auf sozialer und politischer Ebene". Ein Stellenabbau trotz schwarzer Zahlen sei nach deren Meinung mit dem Leitsatz nicht zu vereinbaren.

"Anstatt sinnlos Stellen zu streichen, sollte jetzt auf Basis der Kompetenzen der beiden Standorte und der Stärken der Region eine Zukunftsinitiative gestartet werden." Die Konzernführung habe bisher keine Perspektiven aufgezeigt, "sondern die Bemühungen und Initiativen der Beschäftigten ins Leere laufenlassen". In dem offenen Brief fordern die Abgeordneten unter anderem von dem Konzern, "echte Anstrengungen und finanziellen Einsatz für den Erhalt sowie echte zukunftsfähige Modelle. Wir erwarten, dass sie Ihrem Leitsatz der Corporate Responsibility gerecht werden und solche Maßnahmen in Zukunft nicht mehr stattfinden". Mit dem Brief machen die Abgeordneten ihr Unzufriedenheit deutlich.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.