Zuwanderung ist eine Bereicherung

"Aussiedler und Zuwanderer sind ein Gewinn für Deutschland." Zu diesem eindeutigen Resümee kam der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, der CSU-Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk.

Bei seinem Besuch in Augsburg betrachtete er die Geschichte der Zuwanderung von Vertriebenen und Aussiedlern in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg und im Zuge des Zusammenbruchs der ehemaligen Sowjetunion und ihres Machtbereichs.

Musiker Peter Maffay, Fußballweltmeister Miroslav Klose, Sängerin Helene Fischer und der diesjährige Chemie-Nobelpreisträger Stefan Hell sind für ihn Paradebeispiele für gelungene Integration einerseits und die Leistungen der Zuwanderer für Deutschland andererseits. In seinem Referat plädiere er für den Schutz von Minderheiten als "Grundlage jedes vernünftigen Zusammenlebens" sowohl in Deutschland als auch in den Ländern in denen heute noch größere deutsche Minderheiten leben. Dabei defilierte er Integration als Bereitschaft und bezeichnete es als wichtig, dass nicht alle Wurzeln zur bisherigen Heimat gekappt würden, sondern diese weiterhin gepflegt werden müssten. "Wer nicht weiß woher er kommt weiß nicht wohin er will", fasste er sein Plädoyer für Erinnerung an die verlorene Heimat zusammen.

Als positiv beschrieb Koschyk die Entwicklung der Situation für die deutschen Minderheiten in Osteuropa und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Gerade die Wahl des Rumäniendeutschen Klaus Johannis als Staatspräsident in Rumänien oder des deutschstämmigen Valeri Bill als Ministerpräsident von Kirgistan zeigen, dass viele Menschen dort wieder auf "deutsche Tugenden" setzen würden und das Zusammenleben mittlerweile wieder eher harmonisch verläuft. Einzig im Verhältnis zu Russland gibt es aufgrund der allgemeinen weltpolitischen Lage um den Ukrainekonflikt Irritationen, die zu einem Stillstand bei den Bemühungen um eine bessere Akzeptanz der deutschen Minderheit geführt haben. Positiv beschrieb er auch hier die Rolle der Aussiedler, die mittlerweile als "Brückenbauer" in die ehemalige Heimat fungieren und auch als Unternehmer dort für wirtschaftliche Entwicklung sorgen.

Der Minderheitenschutz auch in Deutschland ist für Koschyk die Grundlage einer humanen und toleranten Gesellschaft, Deshalb erteilt er allen Versuchen, Minderheiten auszugrenzen und zu bedrohen, eine klare Absage. Die Angriffe von "verblendeten Menschen" auf Jugendliche der sorbischen Minderheit in Sachsen sind für ihn nicht hinnehmbar und zu bekämpfen.

Das Beispiel der weitestgehend gelungenen Integration von Millionen von Vertriebenen und Aussiedlern zeige, dass bei gutem Willen und überlegtem politischen und auch bürgerschaftlichen Handeln ein Erfolg für alle Beteiligten und Deutschland möglich sei.
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