AfD sorgt in Kleingartenanlage für Ärger

Rund 50 Menschen demonstrierten gegen die AfD. (Foto: Hans Blöchl)

Die AfD provoziert – und das nicht nur mit rassistischen Aussagen in Talkshows. Auch im Augsburger Nordosten gibt es wegen der Gruppierung Ärger.

Wohl weil der Augsburger AfD-Vorsitzende Markus Bayerbach in der Kleesiedlung in Lechhausen wohnt, organisiert die Partei ihre Veranstaltungen in diesem Gebiet.
Vor Kurzem lud sie zum Thema „Geld“ in den Neuen Hubertushof in der Firnhaberau. Ein Mitglied des Bundesvorstandes sollte referieren. Beinahe konspirativ wurde kurzfristig der Versammlungsort in die Kleingartenanlage Lech-Nord verlegt. Trotz der Verlegung fanden sich Demonstranten ein, um gegen die Veranstaltung zu protestieren.
Ein Polizeiaufgebot hielt die AfD-Gegner vom Eingang fern, „eine Auflage der Stadt“, wie Stefan Speer, Leiter der Polizeiinspektion in Lechhausen, betonte.
Auf der AfD-Veranstaltung begründete Bayerbach die kurzfristige Verlegung mit einer anderen Veranstaltung, die im Hubertushof parallel gebucht war. Nicht die ganze Wahrheit, wie sich später herausstellte. Vielmehr hatte der Wirt der Gaststätte der AfD den Stuhl vor die Tür gestellt. Einige Gäste hatten gegen die Anwesenheit der rechtspopulistischen Partei protestiert und ihrerseits mit einem Boykott der Gaststätte gedroht. Im Hubertushof veranstalten vor allem IG Metall und Verdi, aber auch die SPD, große Treffen. Diese sind für den Betrieb wirtschaftlich bedeutsam. Keine allzu große Begeisterung gab es auch im Umfeld in der Kleingartenanlage. Ein Vorstandsmitglied, auf die Situation angesprochen, meinte etwas irritiert, dass sie „nichts von der Veranstaltung gewusst hätten“. Auch die massive Polizeipräsenz und die Absperrung der Anlage durch Security und die Registrierung aller Besucher und ihre Kennzeichnung durch Bändchen fand nicht überall Zustimmung.
Wirt Dietmar Walter sieht es pragmatisch: Für ihn seien die Einnahmen wichtig, er kontrolliere die Gesinnung seiner Gäste nicht. (Hans Blöchl)
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