Aufmarsch von "Besorgte Eltern": Gegendemo geplant

Die "Initiative Besorgte Eltern" will am kommenden Samstag, 17. Januar, in Augsburg demonstrieren. Unter dem Schlagwort "Frühsexualisierung" engagiert sich die Gruppe gegen die staatlichen Bildungspläne. Im Vordergrund steht dabei die Befürchtung, dass den Eltern die Erziehung ihrer Kinder zu Themen wie sexuelle Aufklärung und ähnlichem entgleiten würde. Doch die Organisation wird immer wieder mit rechtsextremen Orientierungen in Verbindung gebracht.

So haben bei vergangenen Demonstrationen in ganz Deutschland immer wieder Beteiligte Mitglieder der Gegendemonstration angegriffen. In München wurde ein Aufmarsch von der rechtsgerichteten "Bürgerinitiative Ausländerstopp" unterstützt.

In einer Pressemitteilung forderten deshalb die Stadträte von ÖDP, Linke und Polit-WG Oberbürgermeister Kurt Gribl dazu auf, gegen diese dubiose Gruppierung klar Stellung zu beziehen. Er solle "seiner Rolle als Repräsentant der Friedensstadt Augsburg gerecht zu werden und sich von dem rückwärtsgewandten Familienbild zu distanzieren", erklären sie.

Die SPD ruft weiter auf, an diesem Tag um 13 Uhr auf dem Moritzplatz gegen Homophobie und für sexuelle Toleranz und Weltoffenheit ein Zeichen zu setzen.

Dort wird es einen Infostand geben, der von den Grünen organisiert wurde und zu dem diverse Organisationen und Gegendemonstranten eingeladen, die für ein tolerantes, buntes und weltoffenes Augsburg Flagge zeigen.
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