Aufritt des starken Mannes: Söder beim CSU-Neujahrsempfang

Markus Söder sprach beim Neujahrsempfang der CSU Augsburg.

Vor mehr als 600 Gästen hielt am Samstag die Augsburger CSU ihren Neujahrsempfang ab. Als Ehrenredner war der bayerische Finanzminister Markus Söder geladen.

Schon der Aufritt des Ministers Söder war eine Ansage: Zur olympischen Fanfare, die Filmkomponist John Williams für die Spiele in Los Angeles 1984 schrieb, betrat der Minister den bis auf den letzten Platz gefüllten Oberen Fletz im Augsburger Rathaus – ein Einzug für einen Sieger.

Entsprechend fiel die Rückschau der Augsburger Christsozialen aus. „Wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns. Es läuft gut“, resümierte CSU-Fraktionschef Bernd Kränzle. Kritischer blickte OB Kurt Gribl in die Zukunft. Mit der Uniklinik, der Theatersanierung, der schwierigen Finanzlage und der Asylproblematik habe Augsburg große Herausforderungen vor sich.

Doch Festredner Söder sichert gleich darauf die fortwährende Unterstützung Münchens zu. Schließlich sei er ja dankbar, dass sich Gribl als frisch gebackener Partei-Vizevorsitzender nicht selbst zum Kronprinzen ausgerufen habe. „Da haben wir schon genügend“, verdeutlichte Söder seinen eigenen Anspruch.

In seiner rund einstündigen Rede widmete er sich ganz der Flüchtlingskrise. Er forderte mit Blick auf die Finanzen eine Obergrenze. 4,5 Milliarden Euro habe Bayern im vergangenen Jahr für die Aufnahme und medizinische Erstversorgung der Flüchtlinge ausgegeben.

Söder forderte weiter, dass sich Deutschland wieder um den Schutz seiner Außengrenzen kümmern müsse – solange Europa dies nicht mehr leisten könne. Er warnte davor , dass nur zehn Prozent der Flüchtlinge die in Deutschland bleiben, mittelfristig in Arbeit kommen. Ein Punkt der auch Kurt Gribl Kopfzerbrechen bereitet. Das Wohngeld für die potenziellen HartzIV-Empfänger muss nämlich die Kommune beisteuern – und günstiger Wohnraum ist in Augsburg selten geworden. Beide sehen die Bundespolitik gefordert, die Weichen richtig zu stellen.
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