Bahn frei für die Linie 5 - Stadtrat stimmt für Linienführung

Endlich können die Planer sich um die Details der Linie 5 kümmern: Mit großer Mehrheit stimmten am Donnerstag die Stadträte für die bevorzugte Variante der Stadtwerke.

Nach intensiver Bürgerbeteiligung mit Workshops und Gesprächsrunden hatten sich die Stadtwerke auf eine Variante des Trassenverlaufs festgelegt. Am Donnerstag stellte Stadtwerke-Chef Walter Casazza diese Vorzugsvarianten den Stadträten vor. Ungeschönt gab er zu, dass die vorgestellte Trasse nicht in allen Teilbereichen dem Willen der Bürger entspräche, wie er bei den Workshops zum Ausdruck gekommen war. Delegierte aus den betroffenen Stadtteilen hatten Ideen in den Planungsprozess eingebracht und am Ende eine Empfehlung mit auf den Weg gegeben. Dieser Empfehlung folgen die Stadtwerke in weiten Teilen. Nach dem Sebastian-Buchegger-Platz, wo die Linie den Bahnhofstunnel verlässt, geht es geflügelt über die Rosenaustraße (stadtauswärts) und Hörbrotstraße (stadteinwärts) weiter über die Luitpoldbrücke in die Hessenbachstraße, wo die Trasse dann auf die Bürgermeister-Ackermann-Straße und dort in Mittellage schließlich zum Klinikum geführt wird. Die Bürger hatten sich gewünscht, dass die Linie 5 statt über die Hessenbachstraße über den Holzweg, also rechts der Wertach, auf die Ackermann-Straße führen sollte. Doch diese Variante wäre um fünf Millionen Euro teurer, wie Casazza ausführte. Doch dafür zauberte er eine andere Idee aus dem Hut: Die Goggelesbrücke über die Wertach könnte zurück kommen. Casazza möchte so Fahrgäste vom rechten Wertachufer zur Linie 5 bringen. Möglicherweise wäre der Brückenbau förderfähig, das soll zumindest geprüft werden. Ob die Brücke dann kommt, steht in den Sternen.

Kritisch sahen einige Räte die Linienführung in der Mitte der Ackermann-Straße. Dort müssen die insgesamt vier Fahrbahnen verschmälert werden, das Tempolimit wird von 60 auf 50 abgesenkt. Insbesondere die B17-Abfahrt, die bereits jetzt überlastet ist, werde sich zum Hindernis entwickeln, wie die Räte befürchteten. Doch hier gab Baureferent Gerd Merkle Entwarnung. Die Abfahrt werde komplett neu gestaltet und dann leistungsfähiger sein als heute. Am Ende gab es breite Zustimmung für die Variante der Stadtwerke. Damit können die Planungen weitergehen.

Kritik gab es von der AfD dafür, dass das Projekt nicht erst im Bauausschuss vorberaten worden sei. OB Kurt Gribl erklärte mit Blick auf die Bedeutung des Projekts, dass gleich der gesamte Stadtrat eingebunden werden sollte.

Bei der Abstimmung verließen demonstrativ die Räte von AfD, Pro Augsburg und Otto Hutter (Linke) den Sitzungssaal.
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