Bewährungsstrafe: Ein Jahr und vier Monate für Georg Schmid

Rascher und wortloser Abgang: Das Augsburger Amtsgericht hat Georg Schmid zu einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt. Foto: Libossek

Das Augsburger Amtsgericht hat Georg Schmid zu einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende der CSU im Bayerischen Landtag musste sich wegen Sozialversicherungsbetrug und Steuerhinterziehung verantworten.

Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der CSU im Bayerischen Landtag, Georg Schmid, ist am Mittwochvormittag in Augsburg zu einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Zusätzlich muss er 120.000 Euro Geldauflage, aufgeteilt auf vier soziale Einrichtungen, zahlen. Seine Pensionsansprüche verliert er nicht. Die Bewährungszeit wurde auf zwei Jahre festgesetzt.

Schmid stand wegen Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in 262 Fällen sowie Steuerhinterziehung in 59 Fällen vor Gericht. Das Schöffengericht sah es als erwiesen an, dass der 61-Jährige seine Ehefrau Gertrud fast 22 Jahre lang als Scheinselbstständige in seinem Donauwörther Abgeordnetenbüro beschäftigte. Die Sozialkassen wurden dadurch um fast 350.000 Euro geprellt.

Der Fall Schmid war der spektakulärste in der sogenannten CSU-Verwandtenaffäre. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hatte im Juni Anklage gegen den Donauwörther Schmid und seine Ehefrau Gertrud erhoben.
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