Bundeswirtschaftsministerium gibt grünes Licht für Kuka-Übernahme

Der chinesische Elektrogerätehersteller Midea hat nun auch von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel grünes Licht für die Übernahme von Kuka bekommen. (Foto: Tabea Breidenbach)
Der chinesische Elektrogerätehersteller Midea, der bis März 2017 den Augsburger Roboterbauer Kuka übernehmen will, hat für die Übernahme nun auch den Segen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.
Das Ministerium hat in den vergangenen Wochen überprüft, ob durch die Übernahme des Unternehmens durch die Chinesen die öffentlichen Ordnung oder Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährdet sein könnte. Die Prüfung, so erklärte jetzt ein Sprecher von Minister Gabriel, habe ergeben, dass dem nicht so sei. Nur wenn eine tatsächliche oder hinreichend schwere Gefährdung vorläge und ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt sei hätte es weitere Schritte einleiten können. Grund für diese engen Grenzen ist die in der EU bestehende Kapitalverkehrsfreiheit, die auch gegenüber Unternehmen aus Drittstaaten gilt.
Wie das Ministerium weiterhin ankündigt, wolle Gabriel aber verstärkt darüber diskutieren, wie die offenen Volkswirtschaften in Europa mit unfairem Wettbewerb umgehen. In China wäre eine Übernahme durch ein ausländisches Unternehmen nicht möglich.
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